Daniels Meilenstein beim CP20 Test

Der erste Trainingsblock über drei Wochen Wiedereinstiegstraining endete am Samstag mit einem CP20 Test, zum ersten Mal also Prüfstand für den Körper nach der Saisonpause. Um es kurz zu machen, Daniel erreichte einen Meilenstein und geht in das Wintertraining für die Saison 2020 mit dem besten Ergebnis ever.

Endlich ist die 300 Watt Marke gefallen, ein Meilenstein in meiner persönlichen Entwicklung. Dabei ist sowohl der Zeitpunkt, die Testumsetzung als auch meine Erwartung im Vorfeld des Tests nicht optimal gewesen. Aber dazu später mehr.

Mit 305 Watt als Endergebnis starte ich so stark wie noch nie in das Wintertraining für eine neue Saison. Genau genommen ist das Ergebnis sogar besser als beim letzten STAPS Test im August, wenn auch nur um 1 Watt.

Was mich aber am meisten freut, war die Freude nach dem Test. Kein aber bloß Freude war mein Fazit nach dem Test. Und auch während des Tests konnte mich weder der ERG Modus bei Zwift noch die hohe Trittfrequenz an meiner Zielerreichung hindern.

Mit ein paar Tagen Abstand bleibt Freude und Zuversicht für eine mega Saison 2020, deren Ziele mittlerweile auch feststehen und mich bis in die Haarspitzen motivieren. Nichtsdestotrotz gehört zu einem Test die Analyse.

Zeitpunkt des CP 20 Tests suboptimal

Am Ende der ersten drei Wochen Training lag der Test suboptimal. Ursprünglich war er für das Ende der zweiten Woche geplant aber aufgrund meines gebrochenen Schaltauges und der daraus resultierenden Umstellung des Trainings in der Kalenderwoche 44, hat Torsten von PMP Coaching den Test verschoben.

Im Laufe der dritten Woche hatte ich auch zum ersten Mal innerhalb des Trainings extreme Erschöpfung gespürt. Weniger wegen des Trainings, viel mehr wegen der grundsätzlichen Stressbelastung, konkret aus Arbeit, weniger Schlaf und zu viel Essen am Abend. Ich erzählte das in meinem Whoop Praxis Beispiel.

Die Reduzierung des Trainings und zwei weitere Tage mit starken Fokus auf mehr Schlafzeit brachten meine Regeneration zum Test Tag auf perfekte 98%, meine Schlafqualität auf Samstag betrug satte 100%. In dieser Hinsicht war der Zeitpunkt perfekt.

Die Trainingsbelastung war in den vergangenen Wochen nicht so hoch, die Müdigkeit keinesfalls mit der nach einer drei Wochen Phase im März vergleichbar. Insofern war der Zeitpunkt nicht perfekt aber wie man an dem Ergebnis sehen kann, auch nicht falsch. Vielleicht war die eine Woche mehr sogar positiv für die Belastungsfähigkeit, da ich diese Woche mit 3x6min EB-Intervalle und 3x8min K3 Intervalle entsprechende Intensitäten trainiert hatte.

ERG Modus

Der absolute Endgegner im Test war wieder einmal der ERG Modus. Ich habe bereits die letzte Woche alle Trainings in dem Modus absolviert, um besser vorbereitet zu sein. Irgendwie werden die Elite Direto Rolle und ich in solchen Tests keine Freunde.

Während die letzte Woche auf Zwift sehr gut verlief und ich alle Intervlle plangemäß umsetzen konnte, musste ich bereits ab der ersten Minute im CP 20 Test eine ungewohnt hohe Trittfrequenz treten.

CP20 Test (Screenshot: Golden Cheetah)

Während ich normalerweise immer unterhalb der 90er Kadenz hohe Leistungen bringe und viele Tests sogar mit einer Kadenz unter 80 enden, war ich gezwungen die Kadenz hoch zu halten, weil sonst die Leistung runter ging. Der Widerstand auf der Rolle war einfach zu gering, um mit 85er Trittfrequenz 300 Watt zu treten.

Das Kadenz Training der letzten Wochen zeigte aber Wirkung und die ersten zehn Minuten konnte ich den Test perfekt fahren und konzentriert meine Pacing Strategie verfolgen. Zur Testmitte lag ich bei 300 Watt.

Der zweite Teil verlief deutlich unrhythmischer. Ich musste noch schneller Treten, um die Leistung hochzuhalten. Die konstante Herzfrequenz zeigte mir auch, dass die hohe Trittfrequenz eher ein Kopf als ein Leistungsproblem darstellt und ich hier weiter in die richtige Richtung arbeite.

Trotzdem fiel mir das halten der hohen Kadenz extrem schwer. Allerdings war dies für mich kein Problem, sondern eine Gelegenheit mir selbst zu beweisen, dass ich gegen die Widerstände klar komme.

Ich deckte die Durchschnittsleistung ab und ging bereits nach 11min all-in und pushte mich bis zum Ende. Die letzten drei Minuten begleitet von purer Freude bei einer Herzfrequenz über 180bpm.

Fazit

BääMTB💥! Bereits zum Saisonstart bin ich stärker als zur letzten Saison. Ich freue mich richtig über die Leistung und noch viel mehr, dass ich dieses Erfolgserlebnis auch nach zwei Tagen noch spüre.

Das mit 300+ Watt im Test endlich der Meilenstein gefallen ist, freut mich auch. Lange genug habe ich daraufhin gearbeitet. Das ich zu Saisonbeginn eine so gute Form habe überrascht mich, war aber in den letzten drei Wochen bereits im Training zu merken. Für 2020 stehen damit alle Türen offen. Yeah!

Vielen Dank an dieser Stelle an PMP Coaching und Natascha Bourguignon, gemeinsam mit euch ging es einen guten Sprung vorwärts. Chaka 🤙

Daniel

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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