Monte Sophia wird nicht Mount Everest

Unser Ultraausdauer Spezialist Daniel scheiterte am Wochenende mit seinem Everesting Versuch an seinem Hausberg Monte Sophia (Sophienhöhe) nach 185km und 7000hm in 16,5h. 

Geht es nach Daniel so fehlt in der Überschrift ein „noch“, denn obwohl der erste Versuch an der Sophienhöhe ein Everesting durchzuführen scheiterte, so gibt er das Ziel nicht her. Immerhin konnte Daniel am Wochenende trotzdem Six Summits bewältigen und damit die höchsten Berge aller Kontinente mit der Ausnahme von Asien erklimmen, zuletzt fiel nach 16,5h mit dem Aconcagua (6971m) der höchste Berg Südamerikas und außerhalb Asiens. 

56 Mal pedalierte Daniel dafür den Weg D an der Sophienhöhe hinauf bis zur Kreuzung mit der Schießhecke. 1,6km bergauf mit einem Höhengewinn von 130m pro Runde, runter folgte er dem gleichen Weg. 

Bis zum Abend hatte Lambertz 5000hm im Sack, die hohen Temperaturen jenseits von 30 Grad erleichterten das Vorhaben nicht. Mit sinkenden Temperaturen am Abend und durch die Unterstützung von Mentaltrainerin Natascha Bourguignon sowie Betreuer Johannes, der Daniel für 10 Runden begleitete kämpfte Daniel weiter Runde um Runde und wurde dabei manches Mal von seiner Crew ganz schön hart in den Arsch getreten. Zuletzt sorgte Physiotherapeut Jarmo Neukirch für Aufmunterung bis zur 52. Runde. 

Am Ende reichte es aber trotzdem nicht. Mit schwindender Kraft und leeren Telefonakku sowie einem müden Kopf beendete Daniel seinen Versuch nach 185km und 7000hm mit einer Fahrtzeit von 15 Stunden (16,5h mit Pausen) und zieht ein gemischtes Fazit.   

Ursachenforschung

Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig. Die Hitze spielte eine Rolle, auch die Vorermüdung durch den bisherigen Trainingsblock. Hauptursache für das Scheitern sind aber Fehler in der Vorbereitung auf das Everesting. Zwar war Daniel bewusst, dass 8848hm unendliches Leiden bedeuten würden aber gerade der zeitliche Faktor wurde zuvor einfach unterschätzt. Als Daniel klar wurde, dass er nicht 15 sondern 21 Stunden an der Sophienhöhe verbringen müsse, begann das Übel seinen Lauf.  

Zwar schaffte Daniel noch weitere 2000hm zu bewältigen, als Natascha und Johannes ihn an die kurze Leine nahmen und massiv unterstützten. Kurzzeitig kehrte sogar die Freude zurück. Nichtsdestotrotz war das frühzeitige Ende nicht zu verhindern, weil Daniel nicht bereit war unvorbereitet über 20 Stunden auf dem Rad zu sitzen.

Die erhoffte Grenzerfahrung, war der Everesting Versuch, auch wenn das Happy End gefehlt hat. Bis zur 24h MTB Europameisterschaft in Portugal bleiben noch vier Wochen, um aus dem Erlebten die richtigen Schlüsse zu ziehen. 

Große Freude und Dankbarkeit löste bei Daniel hingegen der zahlreiche Besuch der Erkelenzer Bürger und Bürgerinnen aus. Bereits um 6:30 Uhr war der erste Zuschauer mit dem Rad an der Sophienhöhe und verfolgte das Geschehen. Bis zum späten Abend waren ca. 20 Zuschauer vor Ort. 

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2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Auf jeden Fall. Ich lerne jeden Tag dazu, meine Trainingsleistung ist auf einem super Niveau und ich gehe positiv und gestärkt aus dem Everesting heraus in die letzten vier Wochen des Trainings. Schau mal, hier widme ich mich dem Thema nochmal ausführlich: https://www.coffeeandchainrings.de/episode156

      Viele Grüße unbekannterweise
      Daniel

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