Die Gang in den Bergen – Trainingstagebuch Vogesen Tag 2

21. Mai 2018 – Wenn ich geglaubt hatte knapp 1.000 Höhenmeter auf 57 Kilometern wären viel, dann wurde ich heute eines besseren belehrt! Im dreier Team geht es um kurz nach 11 Uhr in einer leicht anderen Zusammensetzung wieder auf die Straße. Daniel, ein Freund von Maren kommt uns aus Freiburg besuchen und wir planen 87 Kilometer mit etwa 2.000 Höhenmetern. Anders als gestern geht es für uns direkt bergauf. Und OH MEIN GOTT ich spüre meine Beine vom ersten Kurbelanschlag an. Die Oberschenkel wären lieber eingewickelt in einer warmen Decke auf der Couch geblieben und meine Knie zwicken als hätte jemand Reißnägel reingehauen. Na gut … letzteres ist dezent übertrieben aber vielleicht verdeutlicht es meine Gefühle gegenüber dieser Steigung.

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Die Gang in den Bergen – Trainingstagebuch Vogesen Tag 1

20. Mai 2018 – Berge sind was Tolles. Zum Anschauen, zum Wandern oder auch zum Radfahren. Naja vor allem zum Radfahren. Auch wenn ich, gerade in der ersten Serpentine steckend, nicht unbedingt glaube, dass jemand beim Bau dieser Straßen an Verrückte wie uns gedacht hat, die sich mit 8 km/h Spitzengeschwindigkeit die Höhenmeter erobern. Aber gerade diese Herausforderung ist es, die mich an den Bergen reizt. Es tut weh, es ist schwer und ja, es macht high. Wenn man erst einmal so einen Gipfel erklommen hat, bekommt man schon einen kleinen Endorphinschub. Berge und Serpentinen sucht man bei uns im Rheinland jedenfalls (bis auf ein paar Hügel) vergeblich. Daher freu ich mich umso mehr, dass Markus Maren und mich gefragt hat,

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Tour de France schafft Podiumgirls ab

Eigentlich benötigt diese Überschrift keine weiteren Zeilen, die Tour de France schneidet einen alten Zopf ab und löst sich von einer nicht mehr zeitgemäßen Tradition und schafft die Podiumgirls ab. In Deutschland zeigen sich viele Radsportler von ihrer chauvinistischen Seiten und bestätigen einmal mehr ein Vorurteil. Einerseits kämpfen Frauen seit Jahren für die gleiche Anerkennung ihrer sportlichen Leistung und fristen (auch im Radsport) ein Schatten Dasein. Da ist es schon eine positive Meldung wert, wenn das UCIWT-Rennen Strade Bianchi der Frauen vor dem Herren Rennen (verkürzt und unmoderiert) übertragen wird. Eigentlich eine Farce unter dem Aspekt der Gleichberechtigung. Andererseits entpuppen sich viele deutsche Hobbyradsportler als wahre Chauvinisten, wenn man sich die vielen Kommentare zu der Meldung über die Abschaffung der

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Inside Tour de France – Teil 1 – 10. Etappe von Périgueux nach Bergerac

Drücken, ziehen, drücken ziehen. Atmen. Breite, gesperrte Straßen, die bis zum Horizont geradeaus führen. Der Asphalt ist gut, es rollt gut, wir fliegen. Hinterrad halten! Das Herz klopft und hüpft und überschlägt sich fast. Irgendwo in der Dordogne, östlich von Bordeaux, sind die Straßen nicht unseretwegen gesperrt, sondern für die Tour de France, für die 10. Etappe, die von Périgueux nach Bergerac führt. Obwohl das Fahrerfeld noch weit entfernt ist, stehen schon jetzt Zuschauer am Streckenrand. Dazu sorgen die Bandenwerbung, unsere Trikots mit Rückennummern, unser Führungsfahrzeug und das Kameramotorrad für einen Hauch Renn-Atmosphäre. Dann der rote Bogen: Noch zehn Kilometer bis zum Ziel. In wenigen Stunden werden hier die Sprinterteams versuchen, ihre schnellsten Fahrer bestmöglich zu positionieren. Wer macht es

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Auf nach Frankreich: Bonjour Le Tour!

Die Tour de France war in Düsseldorf. Jetzt folgen wir ihr. Tissot, der offizielle Zeitnehmer der Tour, hat uns eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Inside Tour de France. Für mich geht es am heutigen Ruhetag der Fahrer los nach Bordeaux und von dort nach Périgueux, wo morgen die 10. Etappe nach Bergerac startet. Am Mittwoch geht es bei der 11. Etappe von Eymet nach Pau. Nach den beiden hammerharten Etappen am Wochenende endlich wieder etwas für die Sprinter! Ich bin gespannt auf das Tour-Feeling in Frankreich und freue mich auch darauf, mehr über die Zeitmessung zu erfahren. Spätestens seit Marcel Kittels hauchdünnem Vorsprung von 6 Millimetern bzw. 3 Millisekunden bei seinem dritten Etappensieg am Freitag in Nuits-Saint-Georges steht

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Tour de France: Grand Départ in Düsseldorf

Mein Faible für Heimspiele dürfte ja mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Düsseldorf Marathon, T3 Triathlon Düsseldorf, Ratingen Triathlon. Ich liebe es, wenn Dinge, an denen das Herz hängt, direkt vor der Haustür passieren. Nicht im Ansatz kann ich mir aber vorstellen, wie man sich als Radprofi wohl fühlt, wenn die Tour de France im eigenen Land startet. Wohl ungefähr so: Düsseldorf, danke für den geilen Auftakt! Der Radsport hat die härtesten Fans! Ihr feiert uns sogar im Regen als ob die Sonne scheint. 👌🤘🤘🤘 — Marcel Kittel (@marcelkittel) July 1, 2017 Unglaublich!! Gestartet mit Gänsehaut und im Ziel mit tauben Ohren. Was für ein Auftakt. Danke an alle die es möglich gemacht haben 🇩🇪👏🏻🇩🇪👏🏻 — Marcel Sieberg (@MarcelSieberg) July 1, 2017

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Fietsenmiezen: Keine Angst vor dem Training mit den Profis

Training mit André Greipel und John Degenkolb? Daniel hat es bei “Auftakt zur Vélomanie” schon verraten: Fietsenmieze Maren hat all ihren Mut zusammengenommen und sich mit acht deutschen Radprofis die Strecke der zweiten Etappe der Tour de France angeschaut. Zumindest einen Teil der Strecke, denn nach 50 Kilometern war Schluss mit Hinterrad halten. Hauptgesprächsthema bis dahin: Kuchen. Wie es sich ansonsten so anfühlt, mit den Profis zu radeln, erzählt Maren in ihrem Artikel: Training mit den Profis – Tour de France Streckentest. Mit dabei war übrigens auch Hanka Kupfernagel – schön zu sehen, dass auch unter (Ex-)Profis in gemischten Gruppen gefahren wird! Wir radeln dann mal los. #tdf2017 pic.twitter.com/m4m7xq89s0 — Balkon gegenüber (@ichhasselaufen) April 25, 2017 Wer keine Lust auf viel Text hat, aber

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Um Reifenbreite (Spiel des Jahres 1992)

Heute Abend gibt es eine Zeitreise in die 1990er, genau genommen in das Jahr 1992. Von Stefan Weihnachtsgeschenk inspiriert, musste ich schnell bei eBay zugreifen, um mir das Spiel des Jahres von 1992 zu ersteigern: Um Reifenbreite. Es gibt doch im Winter nichts schöneres, als sich die Motivation zum Training vielseitig zu erhöhen. Warum dann nicht auch einmal mit einem Radsport Gesellschaftsspiel? Um Reifenbreite – auf der Jagd nach dem gelben Trikot ist ein Brettspiel über den Straßenradsport. Ziel ist es mit einem Profi Team verschiedene Eintagesklassiker oder sogar ganze Rundfahrten wie den Giro d’Italia oder die Tour de France zu gewinnen. Das im liebevollen Comicdesign gestaltete Spiel bedient sich dabei verschiedener radsportspezifischer Methoden, wie zum Beispiel das Mitfahren im

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#rollenvideos: Tour de France Edition (58min)

Nach der Giro die zweite Grand Tour in unserer #rollenvideos-Reihe: Tour de France 2013. Allerdings sind Videos der Tour im Netz recht rar gesäht (wenn man von den Dokumentationen absieht, die wegen Rechtsverletzungen in großer Regelmäßigkeit wieder verschwinden). Zum Glück gibt es ORICA GreenEDGE und deren Backstage Pass-Reihe mit Fahrer-Interviews, Einblicken in das Teamfahrzeug und weitere Hintergründe. Hier als YouTube-Playlist mit ca. 60 Minuten Spiellänge:

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