Episode 87: Kaffeekränzchen vom 12.11.2018

Stell dir vor, du bist 52 Jahre alt und fährst nach wie vor 18.000km Rad im Jahr, dein Meistertrikot von 1998 passt dir noch immer und du fühlst dich so fit, dass du am liebsten den Jungspunden mit ihren modernen Rädern bei Paris Roubaix mal zeigen würdest, was Sache ist. Andrea Tafi (MAPEI) kommt dabei aus einer unrühmlichen Radsport-Zeit, war bei den Eintagesklassikern in Belgien und Frankreich sehr erfolgreich. Angeblich hat er bereits ein Team für das Rennen in der Hölle des französischen Nordens gefunden.

Anders als Tafi stellt sich Lance Armstrong gerade sehr in den Mittelpunkt und fällt durch zahlreiche Schnappschüsse mit (Mountainbike) Profis auf oder zeigt sich beim MTB Etappen Rennen in Costa Rica (in Rapha Outfit). Lance Armstrong ist nicht nur ein lebenslang gesperrter Doper, sondern tat dies auch mit herausstechender krimineller Energie, wie wir im Podcast noch einmal darstellen werden.

Ebenso unbescholten agieren NADA und BDR, die eine deutsche Mountainbikerin oder einen deutschen Mountainbiker schützen, die oder der des Dopings überführt wurde. Während die WADA (Weltantidoping Agentur) das Veröffentlichen von Namen von überführten Sportlern in ihren Statuen festlegt, widersetzt sich die NADA dieser Regelung und beruft sich aus dem Datenschutz.

In der Kritik bleibt der BDR auch wegen seiner Veränderungen im Lizenz-System, die von Lizenz Sportlern weitestgehend begrüßt werden aber weiterhin keinen Grund für die Jedermann Szene darstellt über einen Verein eine Lizenz zu lösen. Das System krankt von innen zu Lasten des Nachwuchses in ein paar Jahren.

THEMENÜBERSICHT:
Emily Batty grinst mit Lance Armstrong vor der Kamera
Doping in der deutschen MTB Szene
Doping im Mountainbike XCO
Drei Regenerationsmethoden und deren Erfolg
Andrea Tafi will mit 52 Jahren bei Paris Roubaix teilnehmen
Der BDR, die Lizenz Veränderungen und eure Meinungen

SHOWNOTES:
Emily Batty und Lance Armstrong:
Wie regenerieren nach dem Sport? https://www.br.de/mediathek/video/gut-zu-wissen-wie-regenerieren-nach-sport-av:5bd3117fb9b38700188b4c77
Andrea Tafi will mit 52 Paris Roubaix fahren: http://www.cyclingmagazine.de/2018/11/08/team-gefunden-andrea-tafi-will-mit-52-bei-paris-roubaix-starten/
Bikelovetour❤️: https://www.biklovetour.de

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Emily Batty und Lance Armstrong

Glaubt man Pauline Ferrand Prevot, handelt es sich bei der Internetbeziehung von Emily Batty und Lance Armstrong um ein #Dreamteam. Für uns hat sie bisher sehr geschätzte Emily Batty auf Anhieb mit einem Post 1000 Sympathie Punkte verloren. Verschluckt habe ich mich am Montag morgen, als ich das Foto von Emily Batty auf ihrem Instagram Account gesehen. Das Bild zeigt sie mit dem lebenslang gesperrten Dopingsünder Lance Armstrong, im Text zum Bild bedankt sie sich bei ihm für das Training. WHAT? Die Vorzeigesportlerin von TREK Factory Racing wirbt mit dem Gesicht, dass Gesicht das der Marke TREK großen Schaden zugefügt hat. Lebenslang von der UCI gesperrt, Aberkennung der Siege, Verstrickung in kriminelle Machenschaften dazu ein Charakter, glaubt man den zahlreichen

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BDR: Rücktritt von Streng und Schwarz

BDR: Rücktritt von Streng und Schwarz. Eine erfreuliche Eilmeldung vom Bund Deutscher Radfahrer, der die Rücktritte seiner durch die Verbreitung von rechtspopulistischen Inhalten aufgefallenen Präsidumsmitglieder Streng und Schwarz bekannt gegeben hat. Inwieweit sich der Bund Deutscher Radfahrer damit rehabilitieren kann bleibt abzuwarten, auch weil es im Oktober noch ganz politisch inkorrekt hieß, die Präsidumsmitglieder dürfen dem Verband weiter angehören. Rudolph Scharping äußerte sich damals nicht. ENDLICH. DANK gilt allen Unterzeichnern und BDR Mitgliedern, die auch über andere Kanäle Druck auf das Präsidum ausgeübt haben! Heute bleibt nur zu hoffen, dass der BDR sich seiner Verantwortung stellt und so etwas nicht nocheinmal zulässt. Wehret den Anfängen! (Quelle: Jörg Thomson) Jetzt meldete sich auch BDR-Präsident Rudolph Scharping zu Wort und kommentiert die

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BDR: Vize-Präsident Streng muss weg!

Der BDR (Bund Deutscher Radfahrer) hat ein Rassismus Problem, der Dachverband duldet weiterhin einen fremdenfeindlichen Vize-Präsidenten aber wir fordern Streng muss weg! Der BDR ist nicht irgendein Verein, sondern der deutsche Sportverband für den Radsport. Schlimm genug, dass Vize-Präsident Peter Streng auf Facebook offen seit über einem Jahr rassistische und rechtspopulistische Beiträge teilt. Noch schlimmer: Der Verband behält Peter Streng als Vize-Präsident im Amt. Im Internet überschlagen sich die Stimmen zu dem Vorfall und nicht wenige können sich nicht mit einem Vize-Präsdient, der fremdenfeindliche Inhalte verbreitet, im deutschen Radsportbund anfreunden. Wir auch nicht! Wir unterstützen die Petition auf Change.org zum Ausschluss von Peter Streng aus dem BDR. Wenn Streng bleibt, dann gehe ich Aus dem BDR auszutreten ist nicht ganz

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Good Bye BDR! Es reicht endgültig

In der Vergangenheit bekleckerte sich der Bund Deutscher Radfahrer selten mit Ruhm. Es war schon immer sehr schwierig mit dem BDR, dem es selten gelang die Interessen aller Radsportler gleich zu repräsentieren. Aber die Art und Weise wie sich der BDR mit den rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Ansichten seitens Vizepräsidenten Peter Streng lässt mir keine andere Wahl als dem Verband endgültig den Rücken zu kehren. Ein kurzer Rückblick für all diejenigen, die von dem Skanadal beim BDR bisher nicht viel mitbekommen haben. Vor ein paar Wochen wurden verschiedene rechtspopulistische und fremdenfeindliche Äußerungen von Peter Streng öffentlich. In seinem Facebook Profil teilte er u.a. Beiträge des rechten Kopp Verlags. Nach dem u.a. die Radsportabteilung des FC St. Pauli Strengs Rücktritt forderte und

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Rad Race: Kein Teilnahmeverbot für BDR Lizenz Fahrer

Gestern Abend gab der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bekannt, dass er künftig auf ein Teilnahmeverbot für Lizenzsportler bei nicht UCI reglementierten Rennen verzichtet und zieht damit seine Drohungen gegen Lizenzsportler, die am RadRace oder anderen fixed gear Veranstaltungen teilnehmen möchten zurück. Der Bund deutscher Radfahrer reagiert auf die Kritik der aufgebrachte Radsport Community, die nach den Drohungen mit Wettkampfsperre seitens der Landesverbände des BDR gegen seine eigenen Lizenzsportler bei Teilnahme am Rad Race, 24h Rennen oder Extreme Marathons aufkam und lockert sein Teilnahmeverbot für lizensierte Radsportler. Wir begrüßen die Entscheidung sehr, auch wenn mit dem Hinweis auf die Regel 4.4.1 (1) unklar bleibt, warum es überhaupt zu Drohungen gegen Lizenz-Sportler gekommen ist. Umstrittenes Teilnahmeverbot des BDR Außerdem bleibt die Frage

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Rad Race: BDR droht seinen Sportlern

Wie schlecht ein Verband aufgestellt ist, sieht man manchmal auch daran wie restriktiv er agiert. Und nein, wir sprechen nicht von einem Sportverband aus Russland, sondern vom Bund Deutscher Radfahrer, der die Aktivitäten seiner Mitglieder auf Facebook genauestens beobachtet und unerwünschte Rennteilnahmen mit Androhungen von Strafe zu verhindern versucht. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ist die Dachorganisation aller Radsportdisziplinen in Deutschland. Für die Fußballexperten: Quasi der DFB für den Radsport. Aufgeteilt in Landesverbänden führt der professionelle Radsport nicht am BDR vorbei. Soweit, so ok. Das es immer wieder zu öffentlichen Diskussionen, um den Verband und seine Politik kommt, fast geschenkt. Zuletzt sorgte die Genehmigungspflicht von Trikots bei MTB-Wettkämpfen für Fuore, ein Grund warum Coffee & Chainrings Fahrer keine Lizenz beantragen

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BDR präsentiert RTF+ als neues Breitensportformat

Ein bißchen musste ich doch schmunzeln, als ich den Beitrag “Neues Breitensportformat RTF+” vom BDR gelesen haben, der das neue Format mit einem gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen begründet. Tourenfahrt und Leistungsvergleich ist für mich eher widersprüchlich aber zumindest scheint der BDR hier ungewohnt viele Freiheiten zu verteilen. Während die Mountainbiker gerade einen Groll gegen den BDR hegen, der mit seiner Trikot-Regelung gerade kleineren MTB-Teams im Cross Country Bereich das Leben ordentlich erschwert. Dagegen dürften sich die Rennradler gerade freuen, kommt der BDR doch einen Wunsch aus den Regionalkonferenzen nach und setzt diesen – ungewohnt – unbürokratisch um. Mit dem Konzept RTF+ setzt das BDR schnell und einfach den gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen um, der bestimmt auch durch wachsende Portale wie

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*Update* Kommt das Radfahrverbot für NRW?

***Update*** Das Umweltministerium hat zwischenzeitlich Kontakt mit der Deutschen Initiative Mountain Bike e.V. (DIMB) aufgenommen und es wurden am 12.08.2015 intensive, aber auch offene und konstruktive Gespräche geführt. (…) Die zunächst vorgesehenen textlichen Änderungen im Gesetzestext sind nach Ansicht des Umweltministeriums für die materielle Rechtslage eigentlich unerheblich und haben auch keinerlei Auswirkungen. Auf der anderen Seite stellten wir uns die Frage, warum man etwas ergänzt, wenn man doch nichts ändern wollte. Klar wurde dabei auch, dass das Ministerium und wir – aus den jeweiligen Blickwinkeln – den Wortlaut der Novellierung unterschiedlich interpretierten. (…) Im Rahmen der Auswertung der Verbändeanhörung ist deshalb seitens des Umweltministeriums beabsichtigt, wieder zur alten Formulierung „auf Straßen und Wegen“ zurückzukehren, um mögliche Fehlinterpretationen zu vermeiden. Dies

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