Cyclocross

Am vergangenen Wochenende wurden in Valkenburg die Cyclocross Weltmeisterschaft 2018 ausgetragen und ich war am zweiten Tag zum WM-Rennen der Herren live mit von der Partie und möchte dir meine Impressionen vom Rennen und der Crowd berichten. Wenn ich gewusst hätte, dass ich in Valkenburg auch meinen Trainer antreffe, hätten wir bestimmt für ein Foto posiert. Hätte, hätte, Fahrradkette. So bleibt nur der Verweis auf Benjamins Blogartikel. Auch eine Woche nach der Cyclocross Weltmeisterschaft arbeite ich noch an der Säuberung meines Schuhwerks. Bis die letzten Flecken aus den Schuhen rausgewaschen sind, wird es noch dauern. Das Wetter war typisch für Cyclocross. In der Woche vor der Weltmeisterschaft hat es fast durchgehend geregnet und die Strecke war entsprechend aufgeweicht. Damit stieg der Anspruch an die Fahrer, denn der ohnehin schon schwere Rundkurs wurde dadurch noch schwieriger zu fahren. Sowohl Weltmeisterin Sanne Cant als auch Wout van Aert sprachen von schwersten Bedingungen und einer nie da gewesenen Anstrengung. u23 Weltmeisterin Richards verlor gar das Bewusstsein nach ihrem Sieg. Doch auch für die Zuschauer waren die Bedingungen schwierig. Abseits der Strecke musste man zum Teil sehr vorsichtig und im Entengang gehen, um nicht auf der Matsche auszurutschen. Zum Teil waren die Matschlöcher deutlich tiefer als Knöchelhoch.

Die Crowd bei der Cyclocross Weltmeisterschaft

12.500 Zuschauer besuchten am Samstag zum Junioren Rennen, u23 Rennen der Frauen und Frauen Rennen die Cyclocross Weltmeisterschaft in Limburg. Sonntags waren über 25.000 Zuschauer versammelt, um die niederländische Sieghoffnung van Poel zum Sieg zu pushen. Vergeblich. Auf dem ersten Blick hört sich das Ungleichgewicht der Zuschauerverteilung groß an. Ich wünschte mir auch mehr Zuschauer zum Frauen Rennen aber Samstags sind eben viele Cyclocross Fans selbst noch anderweitig aktiv. Verglichen mit Fußball oder vielen anderen Sportarten ist das Ergebnis der Zuschauerzahlen am Samstag für das Frauen Rennen akzeptabel. Während am Samstag Sarah problemlos jeden Punkt der Strecke in erster Reihe betrachten konnte, hatten wir am Sonntag gemeinsam mehr Probleme und mussten uns häufig aus dritter oder vierter Reihe begnügen. Umso emotionaler ging es aber her, als van der Poel in der ersten Runden noch Siegchancen hatte. Umso mehr van Aert die Kontrolle übernahm, desto ruhiger wurde es. Trotzdem war das Publikum fair und feuerte die Fahrer weiter an, auch wenn van der Poel deutlich am Beliebtesten war.

Impressionen der Crowd

Als Teil der Crowd schwappten die Emotionen schnell über und man war direkt von den Emotionen angesteckt. Ein tolles Gefühl.

Die Organisation der Cyclocross Weltmeisterschaft

Über die Rennen mit den britischen Triumphen bei den Junioren und dem belgischen Titelverteidigungen in der Elite brauche ich nicht mehr viel schreiben. Die Rennen kann man sich im UCI Kanal von Youtube ansehen. https://www.youtube.com/watch?v=T92G6nRLhlk Aber ich möchte noch ein paar Worte über die Organisation loswerden. Das Event war herausragend organisiert, sowohl von der Parkplatz Situation bis hin zur Cyclocross typischen Zuschauerfreundlichkeit. Die Fahrer waren hautnah erlebbar und auch Dinge, die bei den spektakulären TV-Übertragungen häufig verloren gehen, war gut wahrnehmbar. Wie zum Beispiel der Stress in der Boxengasse. Radtausch, Radcheck, Rad sauber machen... Akkord arbeiten für die Betreuer. Darüberhinaus waren viele Bildschirme für die Zuschauer vorhanden, dass man in den neun Minuten Wartezeit das Rennen auch auf nicht einsehbaren Streckenabschnitten verfolgen konnte.

Fazit

Cyclocross findet in Deutschland kaum statt, obwohl die Sportart nicht weniger spektakulär ist als MTB Cross Country und technisch wie konditionell extrem fordernd. Die Kurse sind sehr Zuschauerfreundlich und die Übertragungen sehr professionell. In Belgien und Holland gab es 90min Sondersendungen wie das aktuelle Sportstudio nur über die Cyclocross Weltmeisterschaft. Ähnlich wie Boris kann ich jedem begeisterten Radsportler einen Besuch beim Cyclocross Rennen ans Herz legen. Die Rennen sind kurzweilig, dramatisch und durch die kurzen Rundenzeiten um 10 Minuten auch für Zuschauer eine tolle Sache. Bier, Fritten und Cyclocross für einen perfekten Sonntag.

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