Als Night on Bike und Stoneman Arduenna Ersatz entschieden sich Daniel, Reinhard und Thomas am Wochenende den Hermannsweg von Rheine nach Velmerstot zu fahren. Kurz gesagt; Trans Hermann mit 156km und knapp 4000hm. Neben dem Ziel Velmerstot als höchster nördlichster Berg Nordrhein-Westfalens war das Hermanns Denkmal und die Externsteine weitere Highlights einer epischen Mountainbike Tour, die sicherlich als eine der schwersten Mittelgebirgstouren Deutschlands einzuordnen ist.

Der 156 Kilometer lange Hermannsweg, benannt nach Hermann dem Cherusker, auch bekannt als Arminius (Varusschlacht 9 n. Chr.), gilt als einer der schönsten Höhenwege Deutschlands und verläuft über den Kamm des Teutoburger Waldes. Historisch scheint vieles an dem Weg nicht ganz korrekt, denn die Varusschlacht wurde wohl doch an anderer Stelle ausgetragen. Nichtsdestotrotz ist der Hermannsweg eine der schwersten Mountainbike Eintagestouren Deutschlands.

Nach 156km, 3970hm in 10:57 Stunden Fahrtzeit mit Dauerregen, teils starken Wind und weiteren Regenschauern erreichten wir in der Dämmerung Velmerstot und waren begeistert. So viele Impressionen, so viele tolle Aussichten, steile Steigungen und feinste Trails. Der Hermann hats drauf, auch wenn er die drei römischen Legionen nicht im Teutoburger Wald besiegte…

Von Rheine aus beginnt der Weg über 35km weitesgehend flach und ist ein prima Warm Up für das, was sich dann mit beginn des Teutoburger Walds in den Weg stellt. Knapp 3600hm verteilen sich dann auf die folgenden 125km. Reinhard und Thomas kennen das Stück ab dem Bocketal (km 35) bis Borgholzhausen (km 80) als Hausstrecke. Zur Halbzeit bei km80 hatten wir 1600hm auf der Uhr, die sich aber in steilen und steileren Anstiegen summierten. Der einsetzende Regen nach zwei Fahrtstunden sorgte für zusätzliche Schwierigkeiten, die wir aber sehr gut meisterten.

Ab Borgholzhausen bis Bielefeld war das Gebiet meinen beiden Mitstreitern nicht mehr ganz so bekannt und wir erlebten damit die Tour noch intensiver, genossen feinste Flowtrails und kämpften Anstieg um Anstieg nieder. Golden Cheetah errechnete in der Analyse 31 klassifizierte Anstiege auf der Tour.

Mit dem Hermanns Denkmal, den Externsteinen und Velmerstot sind die drei prägendsten Momente schnell benannt. Die Anstiege zum Hermanns Denkmal und Velmerstot waren auch zwei der ganz harten Sorte. Insbesondere hinauf zum Velmerstot sank die Steigung auf den letzten 800m nicht mehr unter 15%. Die Externsteine hingegen entdeckten wir bereits mitten in einer Trailabfahrt in der Abendsonne, ein unvergesslicher Moment.

Aber auch die unbekannteren Stellen hatten ihren Reiz. Der Teutoburger Wald ist lang aber wenig breit, so dass die Aussicht häufig nach rechts und links gleichzeitig prächtig ist, zudem haben wir festgestellt, dass Bielefeld wirklich existiert und die Jugend gerne auf den Höhen des Teutobuger Wald feiert und dabei mega gut drauf ist.

Fazit

Die steilen Anstiege und zum vielen Trails machen den Hermannsweg nicht nur für Wanderer/innen interessant, sondern auch Mountainbiker/innen finden eine super Herausforderung. Die Trans Hermann kann man von Rheine bis Velmerstot an einem tag fahren oder auch als 2- oder 3- Tagestour. Für die Hartgesottenen gibts es noch die XXL Variante über 310km und 8000hm, ihr könnt es euch denken oder? Natürlich kann man den Hermannsweg auch von Velmerstot zurück nach Rheine fahren. Wir werden von der XXL Variante 2021 berichten.

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Hermannsweg im Wanderkompass