Am Ende der Ruhewoche stand meine Leistung auf dem Prüfstand. Anders als an anderen Testtagen überwog die Freude und nicht die Aufregung oder der Stress liefern zu müssen. Ich war gut vorbereitet, sowohl mit einem (weiterhin ausbaufähigen) Handlungsplan als auch mit einem für mich wichtigen Zeitplan. Darüberhinaus hatte ich mir meinen Physiotherapeuten als Pusher eingeladen. Mit Erfolg. Alles.

PMP Coaching power2max

Nicht jeder benötigt einen peniblen getakteten Zeitplan für einen CP20 Test, ich benötige aber Struktur als Hilfestellung und so war ich am Samstag morgen um 09:50 Uhr entspannt als ich den Test begann. Zuvor hatte ich bereits das Equipment in der Garage aufgebaut, weil es unter dem Dach zu warm geworden wäre und mit dicken Wolken am Himmel auf dem Hof zu gefährlich war, weil weder Rolle noch Monitor wasserdicht sind.

Jarmo kam nach der Aufwärmphase und sollte sich als Schlüssel zum Erfolg beweisen. Ich kenne Jarmos Art bereits aus epischen Behandlungen, wo er mir im Schmerzbereich auch verbal den eg weisst. Läuft bei uns. Der CP20 Test läuft bei PMP Coaching standardisiert; nach dem Aufwärmen folgen 3min Schwellenbereich und anschließend 30 Sekunden Spitzenbereich als Vorbelastung, bevor es All Out geht. Zu schlagen waren 319 Watt.

CP 20 Test

Die Zielsetzung war klar: Über 320 Watt für 20min. Mit 322 Watt habe ich das Ziel erreicht. YES! Heute auch ohne aber. Das rausgeholt, was drin war für mich. Und damit eine neue FTP von 308 Watt. Weitere 4 Watt gewonnen und damit nähere ich mich meinem. nächsten Meilenstein von 4 Watt pro Kilo.

Die Verbesserung von 1,1% im Vergleich zu Februar ist marginal aber es ist eine Verbesserung. Außerdem lag der Trainingsschwerpunkt seit März in der Steigerung der Umfänge und der Schwerpunkt auf das aerobe Schwellentraining. Trotzdem an der anaeroben Schwelle zuzulegen zeigt mir einmal mehr, dass das Training von PMP Coaching funktioniert und aus mir das Maximum rausholt. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch meine verbesserte mentale Stärke, denn 20min All Out ist auch eine Kopfsache.

RCP Test

Ein Eisbad, zwei mal 20min Massage Pistole und ein Couch Nachmittag später ging es um 18 Uhr weiter. RCP Test, Leistung unter realen Bedingungen auf dem Prüfstand. Dafür habe ich bereits 2019 eine Strecke entwickelt über 6km mit unschlagbaren 33hm, alles was ich vor der Haustür abgreifen kann. Dafür fast 2km Trail und zwei Rampen auf losen Schotter und eine Wiesensteigung.

Das Ziel im RCP Test, der dem selben Muster wie beim CP 20 Test folgt (also Aufwärmen, 3min Schwelle, 30Sek Spitzenbereich), 30min All out zu fahren. Anders als beim CP20 Test aber nicht rhythmisch und gleichbleibend, sondern Mountainbike spezifisch unrhythmischdurch Kurven, Abfahrten und Trails immer wieder unterbrochen.

Und hier konnte ich im Vergleich zu Februar richtig gut zulegen. Die Rundenzeit ist wenig vergleichbar, weil die Wetterverhältnisse andere waren. Vielleicht erinnerst du dich? Beim letzten Test war im bei Sturm unterwegs. Aber die Leistung bleibt vergleichbar, insbesondere auf die normalisierte Leistung kommt es hier an. Aber bereits die durchschnittliche Leistung zeigt auf einer Runde (12min) eine Verbesserung von 272 Watt auf 292 Watt. Über die kompletten 30min habe ich mich von 285 NP (273 Watt Durschnitt) auf 300 NP (287 Watt Durchschnitt) verbessert und dabei auch eine leicht höhere Kadenz (von 78rdm zu 82rdm). Eine Verbesserung um 5%. YEAH!

Fazit

Es läuft. Mit der 1000km Challenge beginnt heute meine erster großer Meilenstein für mein Everesting Projekt. In den kommenden sieben Tagen habe ich ein Ziel: 1000km auf dem Mountainbike fahren. Das wird eine harte Nummer. So viel Training in einer Woche hatte ich noch nie. Aber was gibt es besseres mit diesem persönlichen Erfolg im Rücken in eine der herausforderndsten Wochen des Jahres zu starten?