Viel hilft viel nähert sich dem Ende und trotz 70 Stunden Training in den vergangenen 3,5 Wochen strotze ich noch vor Kraft, Motivation, Willen und Bock. Nach den gestrigen Bergintervallen und viel Arbeit im Bereitschaftsdienst über Nacht, habe ich die 4,5 Stunden Training im Anschluss richtig genossen.

Long Endurance. Kann man gemütlich, flach und einfach haben. Oder man suche sich wie ich ich eine Strecke, die bekannte und weniger bekannte Trails an der deutsch-niederländischen Grenze für Fahrspaß im ersten Drittel, sowie einen neuen Wald zwischen Venlo und Roermond (Leudal) für Fahrspaß im zweiten Drittel.

Im letzten Drittel entlang der Rur nach Hause hatte ich Hunger und bevor die Müdigkeit für ein Stimmungstief sorgen konnte, habe ich mit einem Sweetspot Intervall noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Einfach so – ungeplant und aus der Eurphorie eines fantastischen Trainingsblocks seit März heraus.

Unrythimischer Beginn, stürmisches Ende. Das heutige Training war einfach nur grandios!

213 Watt über 4,5 Stunden sind super für das Training, dass über 2/3 im G1 Bereich stattgefunden hat. Mit einem durschnittlichen Puls von 138bpm fällt das 45min SST Intervall (253 Watt, 156bpm) kaum ins Gewicht. Wenn ich etwas kritisch bewerten möchte, dann das ich nach wie vor im SST Intervall die Trittfrequenz nicht da habe, wo ich sie gerne hätte. Aber darauf habe ich heute auch gar nicht geachtet.

Besonderen Fahrspaß hatte ich am Bosberg und an der weißen Stein kurz vor Kaldenkirchen, tolle Trails die ich viel zu selten fahre. Die Depot Runde werde ich häufiger in mein Training einbauen. Überzeugend war auch meine Leistung auf dem Weg von Venlo nach Roermond, wo ich den ein oder anderen persönlichen Rekord eingefahren haben – auf der Straße mit dem Fully gegen meine Rennrad Leistungen von 2013-2016. Yeah!

Im Leudal Wald bei Nunhem habe ich zum ersten Mal Trails auf der anderen Maas Seite gescoutet und wurde reichlich belohnt. Verwinkelte, kurvenreiche Trails mit viel Flow in einem Waldgebiet in dem man alleine ca. 40-50km Strecke machen kann. Hier lohnt sich demnächst ein weiterer (längerer) Blick.

Frage des Tages

Was passiert in der Kompensationsphase?

Erkenntnis des Tages

Ansgar, wenn du das liest, erwarte ich einen Kommentar. Ansgar wird bestätigen, dass das Training so wie ich es umgesetzt (und interpretiert) habe ein weiterer Meilenstein zu einem anderen Selbst von mir ist. Wäre ich früher Stumpf 4,5h G1 gefahren und dabei mental eingeschlafen, habe ich heute nicht nur meine Ausdauer mega gut trainiert, sondern gleichzeitig noch Highlights gesetzt und Erfolge eingeheimst, die mich weiterbringen werden.