Im Kraftausdauer Block sind natürlich Kraftausdauer Intervalle regelmäßig zu absolvieren. Nach dem Krafttraining und der Radeinheit gestern fühlten sich die Beine heute vor dem Training schon an als wären sie mitten im K3 Intervall…

Der Tagesplan wurde bereits beim Kaffee um 7:45 Uhr verdreht. Immer mehr verabschiede ich mich vom festen 6 Uhr Aufsteh Ritual und passe mein Schlafbedürfnis in Stunden dem Training an. Die Folge? Ich bin mit 80% sehr gut erholt (laut Whoop) und meinen ersten Kaffee gab es heute entsprechend später.

Die Arbeit meldet sich und ich muss zwei Stunden früher anfangen. Blöd, wenn sich der Arbeitsbeginn von regulär 5 Stunden auf 3 Stunden reduziert, wenn man 2,5 Stunden Training vorher hat. Wir einigen uns auf eine Stunde früher, anders könnte ich den Tag gar nicht strukturieren.

Alles durcheinander

Eigentlich war der Plan K1 zum Kiga zu fahren und mit K2 von 9:30 bis 12 Uhr zu trainieren, um dann K1 wieder aus den Kiga zu holen und danach zur Arbeit zu fahren. Dann hätte meine Frau nämlich ab 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr Zeit für sich.

Sie ist die Leidtragende der Situation. Ich fahre mit K2 um 8:30 Uhr mein Training, sie K1 in den Kindergarten. Abholen bleibt dann auch an ihr hängen, weil ich da schon längst auf der Arbeit bin. Immerhin bleiben zwei statt vier Stunden für sie alleine. Das tut mir immer besonders Leid, weil es anders vorgesehen war. Zumal sie gestern netterweise K2 bespaßt hat, damit ich nachmittags alleine meine G1 Einheit fahren konnte…

4x12min K3-Intervalle

Trainingstechnisch war der frühere Beginn ein Segen, wenn ich das so sagen darf. Der Wind war nämlich viel stärker als später und dadurch konnte ich mit Hänger und gegen den Wind meine K3-Intervalle richtig gut absolvieren. Im vierten Intervall nahm der Wind bereits ab, was ich merklich an der höheren Trittfrequenz gemerkt habe.

Herausgekommen sind 49km in 2:15 mit durchschnittlich 218 Watt. Ich wusste sofort Johannes würde dies auf Strava studieren und sich fragen, warum ich langsamer als gestern war, obwohl ich 33 Watt mehr Leistung gebracht habe. Gegen den Wind mit Hänger ist eben wie ein Berg im Flachland.

Der Wind nahm ab (Screenshot: Golden Cheetah)

Die vier Intervalle absolvierte ich mit 279, 289, 280, 280 Watt. Erfreulich, gut. Im zweiten Intervall wollte ich am liebsten nach 30sek abbrechen, so weh taten die Beine. Aber mit der Häppchenmethode ging es gut.

Neben der Flexibilität in der Tagesstruktur war ich heute auch bei der Kleiderwahl gefordert. Ich hatte vergessen gestern Abend meine Wäsche aufzuhängen, weshalb meine Übergangshosen und Winterjacken nass waren. ALLE. Bei 10 Grad um 8:30 Uhr war es defintiv zu warm für Winterhose aber auch zu kalt für Sommerhose mit Beinlingen. Meine Craft Shorts sorgte für ungewohnte Optik aber form follows function. Das Bioracer Tempest Trikot ist noch zu frisch, weshalb die Regenjacke als dritte Schicht herhalten musste. Fast schon zu warm heute.

Bereits vor dem Training fühlten sich die Beine extrem zu an, die Blackroll danach waren höllenqualen… Zum Glück ist morgen trainingsfrei :D