Tag 10: Mit vier Einheiten ins Wochenende

Volles Programm heute nach dem gestrigen Ruhetag: Physiotherapie, Mental Training, Tabata und zum Anschluss auch noch Mountainbike. Ganz großer Tag!

Während ich gerade in der Badewanne regeneriere, um für das Wochenende gerüstet zu sein, ist es Zeit für eine Tagesreflexion.

Während Jarmo heute mein Becken nur mit größten Aufwand in Form brachte, war mit Natascha im Mental Training Teileefolge das Hauptthema, beim Tabata Training war Aufgeben keine Option und auf dem Mountainbike musste ich aus der Komfortzone.

Aber der Reihe nach.

Physiotherapie

Jarmo musste heute wirklich hart arbeiten, um mein Becken halbwegs in Form zu bringen. Nach meiner langen Krankheit mit zwei ausgefallenen Terminen (ich wollte Jarmo nicht anstecken) hat sich die Baustelle Becken etwas vergrößert, in der zweiten Saisonhälfte 2019 hatte ich damit weniger Maleste.

Meine Faszien am Arsch fühlten sich heute wie Drahtseile an.

In den Weihnachtsferien fielen weitere Termine aus und so haben wir vorübergehend die Frequenz auf zwei mal die Woche erhöht, zudem muss ich auch wieder mehr am Gesäß mit der Blackroll mitarbeiten.

Mental Training

In Deutschland wird leider viel zu wenig Wert auf den mentalen Prozess gelegt. Profisportler sind hier ein positives Beispiel, im Breitensport oder im Alltag ist das Thema dagegen ziemlich gering geschätzt.

Da werden auch kleinste Details groß. Zum Beispiel ein einziges abgebrochenes Intervall. Anstatt hier meine Komfortzone zu verlassen und mindestens mit dem was geht zu Ende zu fahren, hörte ich ganz auf. Prima Lernfeld, während wir das im Training als Beine zu und nächste mal besser behandelten, zeigte mir Natscha an dem Beispiel wunderschön wie meine Komfortzone funktioniert. Aufgeben ist keine Option mehr.

Inhaltlich arbeiten wir gerade an verschiedenen Bausteinen, Schwerpunkt ist die Komfortzone. Aber auch kleinere Dinge wie das Sammeln von Teilerfolgen und den Aufbau eines Verhaltensreportaire für Notfälle gehören in die Sitzungen mit Natascha, von denen ich unwahrscheinlich profitiere. Auch weil Natascha meine Aussagen immer wieder hinterfragt und mir aufzeigt wie manifestiert man sich rauszureden versucht, wenn man nicht aus der Komfortzone ausbrechen will.

Tabata Training

Acht mal 20/10 je Übung mit 10 Übungen vor der Brust. Schnelligkeit und Intensität ist das A und O, insbesondere in meinen most hated Übungen.

Burpees, auf dem Boden liegend aufstehen und hochspringen, ist so eine. Hier lässt nach der dritten Wiederholung die Intensität nach und am Ende schaffte ich noch vier Wiederholungen in 20 Sekunden. Heute hab ich mit 6/6/6/5/5/5/5/5 nicht nur einen PR aufgestellt, sondern auch die Sprunghöhe vom siebten zum achten Intervall bewusst nochmal erhöht. Nachsetzen, weitermachen, rausholen was geht. Hier kann ich prima meine Komfortzone verlassen.

Intervalle ohne Anzeige

Auf dem Rad musste ich heute gleich doppelt meine Komfortzone verlassen. Zum einen wünschte sich PMP Coaching ein Training ohne Anzeige der Leistung, zum anderen war das Wetter mit acht Grad, Regen und windig echt fies. Und die Couch nach dem Tabata Training sehr attraktiv.

Einmal auf dem Rad fühlte ich mich anfangs echt orientierungslos ohne Leistungsanzeige. Das warm up über 30min kam mir unendlich lang vor. Das G2 Intervall über die nächsten 30min mit 3x2min Wiegetritt und einer Trittfrequenz von 50-70 verlief dagegen richtig gut. Gefühl Flow. Regen egal. Wind egal. In meinem Element. Teilerfolg, erst recht weil ohne Anzeige. Am Ende 270 Watt, G2 Bereich geht offiziell bis 267 Watt. Was eine berauschende Leistung.

Apopro Komfortzone. Gute Trainings Gefühle kommen an meine Flipchart. Nach dem Tabata vergessen. Auf dem Weg ins Wohnzimmer gedacht, schreibst morgen dran. Kurz überlegt und nochmal hoch. Teilerfolge Sind wichtig. Danke Natscha.

Daniel

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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