UCI CYCLING E-SPORTS WELTMEISTERSCHAFT 2020

Mit einem Paukenschlag eröffnet Zwift die neue Wintersaison 2019/2020 und kündigt die erste UCI Cycling E-Sports Weltmeisterschaft für das kommende Jahr an. Gemeinsam mit dem Radsport Weltverband wird eine neue Radsport Disziplin geschaffen.

Ein Computerspiel kooperiert mit dem Radsport Weltverband und etabliert damit E-Sport im Radsport mit der neuen Disziplin, die ab 2020 auch in einer offiziellen WM den Träger des virtuellen Regenbogentrikots ermittelt.

Im ersten Moment war für mich als Zwifter die Freude groß, allerdings betrachte ich das nach einigen teaminternen Diskussionen und etwas Abstand anders. Immerhin müssen bei Zwift auch allerhand Daten gespeichert werden, wie Watt, Gewicht, Spielzeit und Co und die Sportler sind auch gleichzeitig Kunden und zahlen monatlich ihren Preis.

Sicherlich wird die Kooperation mit der UCI zur Professionalisierung des E-Sports beitragen aber auf der anderen Seite nimmt die UCI mit der Kooperation mit Zwift damit auch alle anderen kleinen Programme diese Möglichkeit. Es ist schwierig, wenn der Radsport Weltverband mit einer Applikation kooperiert, um offizielle Meisterschaften auszurichten.

Ich mag die Zwift App sehr gerne. Aber auch Bkool und andere haben mittlerweile konkurrenzfähige Apps. Und weiter gedacht wäre es auch unsinnig, wenn für die Teilnahe an einer Weltmeisterschaft (neben der Qualifikation, deren Kriterien bei Zwift noch nicht feststehen) zum Beispiel ein Strava Premium Account notwendig wäre oder das Veröffentlichen der Leistungswerte.

Andererseits ist Watt/kg die Basis des Spielprinzips und niemand wird gezwungen an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen oder überhaupt zu Zwiften. Als Mountainbiker muss ich auch kein Bahnradsportler werden. Aber “man muss nicht teilnehmen” ist eben ein fragwürdiges Argument.

Während Tim und ich nach der Saisonpause mit Zwift Rennen ins Trainingsprogramm einsteige, bleibt Markus ein Kritiker des Systems. Und seine Argumente sind nachvollziehbar und sorgen zumindest bei mir für eine gewisse Distanz zum Spiel und einer vorsichtigeren Betrachtung der Entwicklung im professionellen Rad E-Sport.

Wie seht ihr das? Diskutiere mit uns hier im Blog und wir werden deine Argumentation in unserer Zwift E-Sport Diskussion im Coffee & Chainrings Podcast aufnehmen. Du kannst uns auch anonym deinen Beitrag über unser Kontaktformular zusenden.


Die vollständige Zwift Pressemitteilung:

ZWIFT UND UCI VEREINBAREN DIE BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSRICHTUNG DER ERSTEN UCI CYCLING ESPORTS WELTMEISTERSCHAFTEN

Eine neue Disziplin des Radsports soll eine nachhaltige Zukunft für den Sport schaffen.

Zwift, die globale Online-Trainings- und Rennplattform für Sportler, und der Radsportweltverband UCI, haben sich auf die Ausrichtung der ersten UCI Cycling Esports Weltmeisterschaften im Jahr 2020 geeinigt. Die Einführung dieser neuen Disziplin des Sports wird ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Radsports sein.

Zwift und die UCI verbindet eine langjährige Beziehung, in der drei UCI Road World Championship Kurse auf der Zwift-Plattform entwickelt wurden, darunter der Yorkshire Course 2019. Insgesamt sind Zwifters über 2 Millionen Meilen auf den UCI Road World Championship Kursen gefahren.

“Wir haben uns schon seit geraumer Zeit mit Zwift mit der Entstehung von E-Sports beschäftigt.” so David Lappartient, Präsident der UCI. “Als Dachverband des Sports müssen wir offen bleiben für technische Innovationen und Veränderungen und für alle Zielgruppen relevant bleiben. Zwift ist eine Plattform, die von Menschen aller Altersgruppen und Fähigkeiten genutzt wird. Es gibt jedoch eine besonders spannende Möglichkeit durch E-Sports, durch die wir versuchen ein jüngeres Publikum für das Radfahren zu gewinnen. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, die Fitness von Jugendlichen durch die Schaffung eines neuen nachhaltigen Sports zu unterstützen.”

“Das Schöne an der Entwicklung einer neuen Radsportdisziplin ist, dass wir keine Einschränkungen haben”, ergänzt Craig Edmondson, CEO von Zwift Esports. “Parität ist uns bei Zwift unglaublich wichtig, und gemeinsam mit der UCI werden wir daran arbeiten, einen gleichen Wettbewerb für Männer und Frauen zu schaffen. Das bedeutet die gleiche Anzahl von Rennen, die gleiche Abdeckung für Rennen und natürlich das gleiche Preisgeld. Wir werden den Standard für Fairplay und Gleichberechtigung setzen.”

Zwift startete seine eSports-Reise erstmals im Januar dieses Jahres mit der Gründung der KISS Super League, der ersten eSports-Liga mit Profisportlern. Die Markteinführung erfolgte im Anschluss an eine 120 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde der Serie B, die von Highland Europe, Causeway, True und Novator geleitet wurde, um eine E-Sport-Plattform zu entwickeln.

“Anfang des Jahres haben wir unsere Ambition bekräftigt, eine E-Sports-Plattform zu entwickeln, aber ich denke, es ist viel mehr als das. Wir wollen eine neue Radsportdisziplin etablieren”, ergänzt Eric Min, Zwift CEO und Mitbegründer. “Diese Partnerschaft ist ein bedeutender Schritt auf diesem Weg zu unserem Ziel, Wettbewerb auf höchstem Niveau im Sport zu bieten. Wir stehen hier bei Zwift am Anfang eines langen und spannenden Weges, um eine neue und innovative Disziplin für den Radsport zu etablieren.”

Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit sind zwei der treibenden Faktoren, die den Wunsch von Zwift, in den eSports-Bereich einzusteigen, begründen. Indem Zwift Esports einen Teil der damit verbundenen logistischen Kosten für traditionelle Veranstaltungen einspart, bietet es Marken einen kostengünstigen Zugang zum Sport und eine völlig neue Möglichkeit, eine Fangemeinde für Teams und Fahrer zu schaffen.

“Die niedrige Eintrittsbarriere war einer der überzeugendsten Gründe, warum wir uns entschieden haben, mit Canyon ZCC das erste professionelle Radsportteam zu bilden”, sagt Rhys Howell, Senior Manager, Strategic Partnerships at Canyon und Canyon ZCC Team Manager. “Racing on Zwift steckt noch in den Kinderschuhen, aber im Vergleich zu den Kosten für den Betrieb eines traditionellen Radsportteams war der Start des Canyon ZCC eine gute Gelegenheit. Wir haben eine großartige Chance, einen Schritt in Richtung zukünftigen Wettkampfsport zu wagen, und wir sind begeistert von der Möglichkeit, ein neues Publikum zu erreichen.”

Sowohl die UCI als auch Zwift bekennen sich zu Fair Play und Governance im Radsport. Im Rahmen der Partnerschaft werden beide Unternehmen im kommenden Jahr ein neues UCIRegelwerk für Cycling Esports implementieren.

Die erste UCI Cycling Esports Weltmeisterschaft wird 2020 stattfinden. Offizielle Formate, Veranstaltungsort und Details zu den Qualifikationsveranstaltungen werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

Quelle: Zwift Pressemitteilung


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Daniel

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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