Stoneman Glaciara 2019

Der Stoneman Glaciara wird mit 127km pure Emotionen beschrieben, dass wir nach einem Ausflug in die Schweizer Alpen unterschreiben können. Geflasht von atemberaubenden Impressionen, mega Trails und einem unvergesslichen Wochenende wagen wir uns an einen Erlebnisbericht.

Der Stoneman Glaciara ist einer von vier verschiedenen Stoneman Events. In Deutschland gibt es den Stoneman Miriquidi, in Österreich den Stoneman Taurista und in Italien den Stoneman Dolomiti. Alle vier Strecken umfassen ca. 120km und 4500hm, Finisher erhalten zur Belohnung eine Stein Trophäe, die der Tour ihren Namen gibt. Für das Finishen nach einen Tag bekommt man den goldenen Stein, Silber in zwei Tagen und Bronze für das Erreichen der Ziellinie nach drei Tagen. Die Strecken sind in den örtlichen Tourismus eingebunden, so dass man auch bei Silber oder Bronze durch Taschentransport und Hotelübernachtungen keine Bikepacking Tour zu erwarten hat.

Das Eismeer des Großen Aletschgletscher ist der Höhepunkt des Stoneman Glaciara.

Ansgar, Daniel und Schildi entschieden sich für den Stoneman Glaciara in der goldenen Variante, 127km und 4500hm an einem Tag. Die Schweizer Alpen bekamen den Vorzug, weil der Stoneman Glaciara auf Höhen bis zu 2500m führt und nicht ganz so weit entfernt ist wie der Stoneman Taurista oder Dolomiti. Und wenn schon Stoneman, dann natürlich gold. Auch wenn das Gelingen an einen seidenen Faden hängt.

Bereits auf der Fahrt deutete sich das einmalige Erlebnis an, als sich die hohen 4000er Gipfel der Alpen in der Abenddämmerung zeigten. Nach einer kurzen Nacht ging es Samstags morgens dann mit den Mountainbikes in Fiesch los.

Zuerst hoch hinauf zu Märjela und der kleinen Gletscherwand an der Fiescheralp, danach folgte der erste mega Trail und ein weiterer Anstieg zum Moosfloh und der Aletschgletscher zeigte sich von der schönsten Seite. Überwältigt von den Impressionen ging es in die Abfahrt.

Mit dem Breithorn haben wir dann einen harten Kampf gekämpft. 13km mit 11% Steigung im Schnitt sorgten für dauerhaftes Brennen in den Beinen. Ansgar zog es den Stecker und er verabschiedete sich, während Daniel und Schildi den Gipfel nach über 2 Stunden erklommen. Der touristisch nicht erschlossene Gipfel sorgte für traurige Gesichter, denn die Vorräte der Beiden waren aufgebraucht und auftanken am Gipfel fest eingeplant. Noch nie hatten Daniel oder Schildi nach 75km 3800hm auf der Uhr.

Auch in den folgenden Dörfern waren keine Supermärkte oder andere Einkaufsmöglichkeiten vorhanden, eine Einkehr im Restaurant zeitlich unmöglich, wollte man die volle Distanz bewältigen.

Nach 100km und 4000hm beendeten Daniel und Schildi dann den Stoneman, die letzten 23km ohne Verpflegung wäre nach bisher 10h Fahrtzeit unmöglich gewesen. Was bleibt ist eine Gänsehaut beim Rückblick auf all das Erlebte.

Während Ansgar für sich Entschieden hat die nächsten Stonemans in der silber Variante anzugehen, sind Daniel und Schildi der Meinung Gold ist machbar. Ein paar Fehler sind dem Trio unterlaufen, so nutzten sie nicht die Gelegenheit sich vor dem Anstieg zum Breithorn im Supermarkt zu verpflegen, die Mittagspause wurde auch nicht genutzt.

Fest steht jedoch, dass alle drei in den kommenden Jahren fleißig Steine sammeln wollen und echte Stonemänner werden. In unserem Coffee & Chainrings Podcast werden wir demnächst ausführlich und mit allen Emotionen von unserer Tour in den Schweizer Alpen erzählen.

Stoneman Glaciara

Unvorstellbare 27 Milliarden Tonnen Eis bilden den Großen Aletschgletscher, den mit 23 Kilometern Länge mächtigsten Eisstrom der Alpen.

Stoneman Glaciara

Die Ausschilderung des Stoneman Glaciara ist perfekt, ein Navigationsgerät eigentlich nicht notwendig. Die Strecke ist sehr ausgewogen, landschaftlich einmalig und bietet sowohl für Tourenfahrer als auch für ambitionierte Sportler eine Menge Fahrspaß. Die Trails am Fierscheralp Gletscher sind der Wahnsinn. Spitzkehren, Stufen, Steinfelder… Für uns eine echte Herausforderung.

Auch die Abfahrt von Moosfloh hinunter zum Fuße des Breithorns war ein Highlight. Der Anstieg zum Breithorn war ein Kampf, nie unter 10% steil. Alle Highlights aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, persönlich mochte ich immer den Blick von der Fiescheralp rüber zum Breithorn und dem Matterhorn im Hintergrund. Einmalig.

Kosten: Der Stoneman Glaciara kann frei befahren werden. Möchte man in die Finisherliste aufgenommen werden und einen Stein als Preis erhalten, wird ein Startgeld fällig. Die Starterpakete gibt es in zwei Varianten und beginnen bei 19CHF. Die Pakete können vorab bestellt werden und werden in das Hotel geliefert, wenn man einen Logispartner des Events wählt.


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Daniel

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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