Seit knapp sechs Wochen besitzen wir ein Lastenrad mit elektrischen Antrieb und zeigen, dass das Auto auch auf dem Land weg kann. Zumindest teilweise.

Während der Ruf nach autofreien Städten mit Recht immer lauter wird, wird im gleichen Atemzug die Notwendigkeit des Autos auf dem Land bekräftigt. Aber warum?

Sicherlich ist der öffentliche Nahverkehr (unabhängig der Kosten) im städtischen Gebiet eine Alternative zum Auto, die auf dem Land fehlt. Häufig sind die Wege auf dem Land auch um ein vielfaches länger als in der Stadt, alleine der Weg zum Supermarkt ist fußläufig selten zu erreichen.

Trotzdem können wir als Familie nach einem Monat Lastenrad als vorläufiges Fazit Das Auto muss weg funktioniert auf dem Land unterschreiben.

Auch Markus macht ähnliche Erfahrungen mit seinem Trek Checkpoint von dem er dir bereits im Podcast erzählt hat. Außerdem lohnte sich dort als Zweitauto die Anschaffung eines Hybrid Wagens.

Für uns stellte sich Anfang des Jahres auch die Frage nach dem Zweitwagen, für Einkäufe, Kindergarten und perspektivisch soziale Kontakte der Kids, Freizeitaktivitäten etc.

Auf dem Land (und da gebe ich dem Tagesspiegel) muss die Verkehrswende anders aussehen. Aber warum. nicht trotzdem von unten nach oben? Wieso nicht im Kleinen beginnen?

Anstatt also für die Wege von 1-15km ein Auto anzuschaffen, haben wir uns für ein Lastenrad entschieden. Mit Elektroantrieb, weil es weniger um sportliche Aktivität als um komfortables und schnelles fahren geht.

Seit einem Monat haben wir so bereits 300km gespart, die wir größtenteils mit dem Auto gefahren wären. Auch den Weg zur Arbeit spare ich seit Anfang des Jahres so oft ich kann, in dem ich mein Training mit dem Arbeitsweg verbinde. Mit meiner Lastenrad Erfahrung würde ich auch ohne Training mit einem E-Bike den Weg zur Arbeit fahren, weil es Entspannung wäre und für den Kopf mehr Erholung bedeuten würde als die Fahrt mit dem Auto.

Auch für unsere Kinder ist das Lastenrad willkommen. Mal eben zum Spielplatz? Fast immer möglich. In die Eisdiele? Why not. Keine nervigen Parkplatzsuchen, kein überhitzes Auto und während der Fahrt immer mitten in der Natur. Sie nehmen ihre Umwelt viel bewusster war.

Fazit

Natürlich kann man sich beklagen über schlechte Infrastruktur, fehlende Verkehrsanbindung, schlechte Radwege etc. und behaupten ohne Auto auf dem Land geht nicht.

Wir für unseren Teil können aber sagen, dass wir im kleinen lieber alternative Wege eingehen, die vielleicht minimal unkomfortabler sind aber dafür einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten.

Und mit jedem Weg zum Supermarkt auf dem Fahrrad wächst mein Unverständnis für Menschen, die für 2 Brötchen mit dem Auto losfahren…