Les Cimes de Waimes 2019

Punkte für Daniel! Mit einer soliden Leistung über die Mitteldistanz (70km, 1600hm) konnte Daniel als 54. bei den Senioren wichtige Punkte für die BAMS-Serie nach Hause bringen.

Les Cimes de Waimes entfachte im letzten Jahr Daniels Ardennenliebe ins Unermeßliche. Der belgische Mountainbike Klassiker überzeugt durch eine super Infrastruktur und einer genialen Strecke. Knapp 1.800 Voranmeldungen gab es, am Ende kamen rund 1.500 Fahrer und 130 schieden während des Rennens aus.

Das Ardennen-Wetter war typisch: Dicht bewölkt, Nieselregen und eine Aussicht auf Besserung. Während des Rennens blieb es aber fast durchgängig trocken und aufgrund der trockenen Wochen zuvor, war die Strecke perfekt fahrbar.

Persönlich hielten sich meine Erwartungen in Grenzen, wie immer in Belgien steht das Erlebnis vor dem Ergebnis. Das Fahrerfeld ist durchzogen von Profis und Halbprofis, mitten drin Daniel als Spezialist für Ultracycling Rennen. Das kann nicht gut gehen.

Ich freue mich also viel mehr, dass ich in den stellenweise wirklich schwierigen Downhills es immer besser schaffe über die Wurzeln und Stufen mein Vorderrad anzuheben und darüber zu hüpfen als abzubremsen und das Vorderrad drüber zu drücken. Ihr versteht was ich meine. Insgesamt habe ich mich an die Strecken gewöhnt und nehme die technische Herausforderung an.

Mittlerweile weiß ich auch, was der Grenzbereich eines Reifens wirklich ist: Die Momente, wo mein Rad über den Trail gleitet und von mir festgehalten wird und der immer wieder Traktion suchend seitlich umherhüpft.

Angeschlagen aber…

Persönlich ging es mir am Wettkampfmorgen bzw. auch schon am Abend zuvor wirklich mies. Halsschmerzen, Nase zu und alle Regler auf Sommererkältung. Nach der Absage von La Rockalienne entschloss ich mich aber zu fahren, da weder Fieber noch weitere Beschwerden in der Nacht.

Am Morgen fühlte ich mich ok, die Halsschmerzen waren im Vordergrund. Nichts also, was die Gesundheit beim Start gefährden würde.

Racing in 2019

Im Vergleich zum Saisonstart in La Hallonienne bin ich das Rennen etwas aggressiver (NP 270 statt 250) angegangen und konnte das auch gut 2,5h Stunden so fahren. Mit dem einsetzenden Nieselregen entschied ich dann aber die Mitteldistanz ins Ziel zu bringen, um meinem Körper nicht noch mehr zuzumuten.

Im letzten Viertel der Strecke merkte ich dann auch deutlich wie die Konzentration nachließ und sich auf den schwierigen Trails vom Lac Robertville einige Fahrfehler einschlichen.

Trotzdem konnte ich danach auf den verbleibenden 5km noch einmal hochschalten. Mit 12min Rückstand auf die Top100 und weniger als eine Minute auf die Top150 komme ich langsam wieder in Regionen, die mich auch Ergebnistechnisch zufrieden stellen.

Verglichen zu 2018 habe ich das Rennen über 30min schneller beendet, meine Leistung um fast 40 Watt gesteigert. Ein großer Schritt vorwärts, den ich jetzt bei der Ardennen Trophy und Raid des Hautes Fagnes konsolidieren möchte.

Fazit

Ich hatte für die BAMS 2019 Serie mir ein Ziel gesetzt, am Ende des Jahres in der Gesamtwertung zu landen. Das habe ich mit dem Rennen geschafft und frühzeitig ein Miniziel erreicht.

Ansonsten gehören die Mountainbike Marathons in Belgien der Kategorie Vorbereitung, wo ich mich nach Möglichkeit verbessern will aber im Vorfeld das Training auch nicht reduzieren will.

Der Spagat ist schwer mir aber gelungen. Und Verglichen mit 2018 fühle ich mich richtig gut auf dem Rad und kann längere Zeit höhere Belastungen gehen. Ich bin sehr gespannt wie sich das auf die Night on Bike in 5,5 Wochen auswirken wird.

Kurz vor dem Rennen konnte ich im Übrigen endlich Uwe und Frank von MTB-Heinsberg kennenlernen. Zwei Biker mit Herz und ich freue mich, wenn ihr auch endlich mal eine gemeinsame Tour auf die Beine stellen. Bisher scheiterte dies immer, an meinem begrenzten Zeitbudget.

Während des Rennens schloss irgendwann Alwin zu mir auf, den ich bereits beim letzten Rennen endlich kennenlernen durfte. Meine Gewichts aber noch nicht Leistungsklasse. Immerhin habe ich bei der gemeinsamen Fahrt (haha, ich mit der Zunge am Boden in seinem Windschatten) eine gute Erkenntnis gewonnen.

Daniel

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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