Drei Tage ohne Panne – Die Nordhessenrundfahrt

Ruhig ist es um unser Küken Luca in den vergangenen Monaten geworden. Nach zahlreichen Rennabsagen und einem schier endlosen Motivationsloch, bekrabbelte er sich für das Etappenrennen seines Heimatvereins.

Der Heimatverein des Kükens richtet jedes Jahr ein drei tägiges Rennradrennen auf den Straßen Immenhausens aus. Beginnend mit einem Bergzeitrennen über 7,5 km und einem Rundkurs über 1,1 km, hat die Rundfahrt mit der abschließenden 8 km Runde einiges zu bieten.

Das Küken hatte in den letzten Monaten mit Motivationsproblemen zu kämpfen und schildert nun wie sein Wiedereinstieg in die Rennen lief.

Die erste Panne

Die erste Panne startete mit einem Bergzeitrennen. Aktuell nicht meine beste Disziplin, wenn man sich meinen Trainingsstand und meine Waage anschaut. Egal! Kopf frei und Attacke. So gings auch los. Von Start weg ein hohes Tempo. Thomas ein Vereinsmitglied mit dem ich öfter mal zusammen fahre, im Training und auch im Rennen, brach nach 200m das Kettenblatt. Dann begann ich nach einem etwas desolaten Start auf Leonard Wehe aufzuschließen. Wir kennen uns privat sowie im Training gut, deshalb harmonierten wir im Hauptfeld die ersten 2 km ganz gut. Leo, für den das Rennen das erste in diesem Jahr ist, hatte dann aber die nötige Ruhe und Erfahrung im Hauptfeld zu bleiben, während ich mich am ersten Berg viel zu verausgabte. Letztlich bin ich mit einer 3er Gruppe gut ins Ziel gekommen, 2 min hinter dem Hauptfeld. Leo Wehe wurde 9. Erfreulich war Samuel Brachmann aus der ZG Kassel, der das Rennen gewann. Stark mein Freund!

.. 5,4,3,2 Mist, ich muss mal! 1, Start!

Leonard und ich hinter dem Hauptfeld hinterher

So begann mein Rennen. Die zweite Panne war etwas hektisch im Allgemeinen. Dadurch das ich in Immenhausen wohne hatte ich keinen langen Anreiseweg. Aufs Rad und da. Das verwirrte aber meinen Rennablauf so immens, dass ich mir kein richtiges Essen machte, irgendwie so gar nicht in Rennstimmung, mehr so in Trainingsstimmung. Das ich zuvor noch beim Aufbau geholfen habe, verstärkte das Gefühl nur. Am Start dann um 16 Uhr, hatte ich 2 Stück Kuchen und 3 Gels im Magen. Als ich dann mit einer drückenden Blase losrollte, kam ich einfach nicht in meine SPD-L Pedale. Nachdem ich dann erstmal 2 Runden hinter dem Hauptfeld herjagte, konnte ich wie bereits am Freitag auf Leonard Wehe aufschließen. Das harmonierte wieder hervorragend. Allerdings drückte weiterhin die Blase und die schlechte Rennvorbereitung war für den Kopf der Horror. Nach 30 km und schlechter Laune, rollte ich die Aggregate zu einem Kaffee, um den Kopf für Sonntag frei zu bekommen. Zum Lachen brachte mich nach so einem Rennen wieder einmal Roman Völker : ” Alter die fahren Bundesliga, die fahren euch mit Belieben in Grund und Boden! Was denkst du denn ?”. Er hatte es mal wieder auf den Punkt gebracht. Trotzdem ein tolles Rennen, wieder einmal Top organisiert.

Eine Panne für die Mountainbiker

Das dritte Rennen hatte Mountainbike Charakter. Mit knapp 8 km und jeweils 85 Gesamtanstiegsmetern rechnete ich mir die besten Chancen aus, ein gutes Rennen abzuliefern. Roman Völker vermittelte mir ähnliches. Hier über meine Grundlage zu gehen könnte nicht verkehrt sein. Namen wie Max Feger und Leonard Wehe kennt man sonst aus dem MTB Sport. Vom Start weg gab es ein hohes Tempo. Zu hoch für mich. Nach 2 Runden musste ich reißen lassen. Blöd gelaufen, denn am nächsten Berg nahm das Hauptfeld langsam das Tempo raus. Ich realisierte das und jagte alleine über eine Runde hinter her. Trotz des hohen Willen schaffte ich es nicht das Feld einzuholen. Ich wartete auf 4 andere, ebenfalls zurückgefallene Fahrer. Zu viert schlugen wir ein hohes Tempo an. Sodass wir nach 6 Runden eine 10 Mann starke Truppe waren. Nach 9 Runden, dachten wir in der Gruppe das das Rennen vorbei sei. Die Glocke ertönte aber erst nach 9 Runden, sodass wir noch eine Runde fahren mussten. Es hatte sich einer aus der Gruppe abgesetzt, dem ich eine Halbe Runde vor Schluss nachsetzte. Zunächst alleine, folgten mir 3 andere. Wir schafften es nicht den Fahrer einzuholen. Aus der Gruppe wurde ich im finalen Sprint dritter. Max Feger gewann das Rennen, Glückwunsch hier nochmal an dich!

Schlussstrich

Nachführarbeit in der Verfolgergruppe

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit den drei Tagen. Ich schaffte es im Gesamtklassement auf Platz 28. Die Platzierung war und ist mir in diesem Rennen aber ziemlich egal. Es ging hier in erster Linie darum wieder Spaß an Rennen zu gewinnen und wieder eine Form aufzubauen. Denn es steht die Vereinsmeisterschaft bevor, sowie das 24/7h Rennen in Radevormwald. Donnerstag fahre ich voraussichtlich noch ein Rennen in Paderborn, bevor ich mich dann wieder aufs Mountainbike konzentriere. Der Rohloff Cup am Mittwoch steht sowieso wieder bevor. Die Leistung kommt, genauso wie die Motivation wieder Kilometer zu sammeln und mich mit anderen zu messen. Danke an Coffee and Chainrings und die ZG Kassel die mir in den Wochen der Lustlosigkeit geholfen haben. Danke auch an dich und deine Motivationssprüche auf Instagram. Das hilft!

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