Garmin Edge 130 – klein aber oho!

Auf der Suche nach einem kompakteren Bike Computer ist Daniel mit dem Garmin Edge 130 fündig geworden, allerdings fehlt das letzte Quäntchen Perfektion für ein 5-Sterne Gerät. Nichts anderes hat Daniel erwartet.

Vorweg, in diesem Testbericht geht es nicht um einen Vergleich zu den Highend Geräten Edge 1030, 820, 520plus. Die spielen nicht nur aufgrund der Größe, sondern auch aufgrund der Ausstattung in einer anderen Liga.

Ich suchte einen Bike Computer speziell für Ultradistanz und Marathon Rennen: leicht und klein, trotzdem möglichst vielseitig einsetzbar. Der Garmin Edge 520 war mir damals im Test zu groß und klobig, um als Alternative für den Garmin Edge 1030 zu fungieren. Nicht falsch verstehen, der Garmin Edge 1030 ist nach wie vor meine Wahl Nummer 1 und in allen Belangen ein Klasse Gerät. Viel mehr ist soll der Garmin Edge 130 eine passende Ergänzung darstellen. Aber tut er das?

Bei Mountainbike Marathon Rennen und bei 24h Mountainbike Rennen ist der Garmin Edge 1030 nicht nur aufgrund seiner Größe und Gewicht, sondern auch wegen seiner Überfrachtung an Funktionen für diesen Zweck ungeeignet. Ich brauche kein Routing, Kartendarstellung oder ein Touch Display (was im Regen ggf. automatisch die Datenfelder verstellt oder gar nicht reagiert, weil der Handschuh zu schlammig ist), sondern ein kleines leichtes Ding, was Watt / Puls / Trittfrequenz und Zeit sowie KM anzeigen kann. Here we are: Garmin Edge 130.

Garmin Edge 130 Vorstellung

Der Garmin Edge 130 ist nicht der Kleinste aus der Edge Serie, aber der Kleinste in der Reihe mit den nötigsten Funktionen für Datensammler und Rennsportler. Wer es noch puristischer möchte und lediglich Zeit- und Kilometeranzeige möchte, sollte sich den Vorgänger Garmin Edge 25 ansehen.

Garmin Edge 130 Basics

Mit 1,6cm ist der Garmin Edge wirklich dünn, was die Tiefe angeht. Von oben betrachtet wirken die 4,1cm x 6,3cm wesentlich größer als sie es sind. Verglichen mit einem Feuerzeug ist der Garmin Edge 130 kürzer und nicht einmal doppelt so breit. Mit 33 Gramm Gewicht ist der Garmin ein Leichtgewicht aber wahrscheinlich auch deswegen auf 15 Stunden Akkulaufzeit begrenzt.

Das Display ist 1,8 Zoll groß (Garmin Edge 520plus 2,3 Zoll) mit einer extrem starken Auflösung von 303 x 230 Pixel (Garmin Edge 520plus nur 265 x 200 Pixel). Im Vergleich zu meinem Garmin Edge 1030 ist die Auflösung wirklich hervorragend.

Die anderen technischen Daten sind denen der anderen Geräte aus der Edge Modell Reihe gleich oder ähnlich, alle Daten sind hier einzusehen.

Garmin Edge 130 Erster Eindruck

Sich zu vergrößern ist immer einfacher als sich zu verkleinern. Aber wenn ich mir vor Augen halte, warum ich den Garmin Edge 130 benutzen will, dann kann die Rechnung aufgehen.

Auf dem Vorbau meines Canyon Lux wirkt der Edge 130 schlank und nicht so klobig, alleine weil er in der Breite nur geringfügig übersteht. Dagegen sieht der Edge 1030 aus wie ein Brett.

Die Ansteuerung über die Tasten (links 1, rechts 2, unten 2) ist gewöhnungsbedürftig, wenn man jahrelang nur ein Touchdisplay benutzt hat aber trotzdem intuitiv. Insbesondere die schnelle Anpassung der Helligkeit über den Ein/Ausschalter ist prima.

Zum Nachteil ist der komplexe Systemaufbau der Edge Software, die ohne Touchdisplay natürlich noch schwerfälliger zu bedienen ist. Aber der Garmin Edge 130 lebt davon einmal eingestellt zu werden und dann zu funktionieren.

Und zumindest die Einrichtung der Datenseiten lassen sich schnell fertig klicken. Vielleicht nicht während der Fahrt, denn durch die Doppelbelegung von Lap und Zurück hat man hinterher mehr Runden auf der Uhr als einem lieb ist :D

Schön ist auch, dass der kleine Edge 130 Smart Notifications, Wetterdaten und das einfache Teilen der aktuellen Position mit LiveTrack und der manuellen Unfall-Benachrichtigung integriert hat.

Mit GPS-, GLONASS- und Galileo-Satellitenempfang ist das Gerät ebenfalls auf dem neusten Stand der Technik.

Und Watt fehlt?

Wie ich schon betont habe, der Edge 130 ist kein Highend Edge 130 für 699€, sondern mit 150€ auch sehr preisgünstig. Abstriche in Funktion und Umfang sind natürlich zu akzeptieren.

Da wären natürlich die fehlende Kartendarstellung und Routing Funktion, die ich aber auch gar nicht benötige. Im Training auf unbekannter Strecke nehme ich nach wie vor den Edge 1030.

Entschuldigung, das Bild habe ich verwackelt. Das Display ist gestochen scharf, die Fotoskills des Autors sind es nicht.

Meine Standard Einstellung Watt / Puls / Zeit ist prima ablesbar und das kleinere Display stört nicht. Auch das Blättern der Datenseiten geht prima von der Hand. Im Training ist nämlich Seite 2 mit Watt / Trittfrequenz / Rundenleistung und Rundenzeit (4 Felder Layout) ebenfalls sehr wichtig.

Meine dritte (und letzte) Datenseite umfasst ein paar Basics zur Trainingsanalyse bzw. Rennanalyse (dort als Seite 2) mit den Werten TSS, Kalorien, Kcal/h, NP Power und Intensity Faktor (IF). Und hier ist der Haken! Außer der Anzeige von Kalorien fehlen diese Datenfelder beim Garmin Edge 130.

Jetzt kann man natürlich sagen, ist doch klar. Das Gerät kostet ja auch nur ein Bruchteil der anderen und Garmin will auch die teuren Geräte verkaufen. Das stimmt, aber die Umfangreduzierung ist über die Hardware (keine Karte, rudimentäres Routing, kleineres Gerät, etc.) gegeben. Und wenn ein Gerät die Verbindung zu Sensoren aufbauen kann, sollte die Software nicht die zugehörigen Datenfelder verweigern.

Insbesondere die kcal/h und IF Geschichte ist durchaus auf der Langstrecke von großer Bedeutung, um mein Essverhalten zu kontrollieren.

Fazit

Als puristischer Begleiter im Training und Wettkampf ist der Garmin Edge 130 gut. Ein sehr gut bekäme er, wenn die notwendigen Datenfelder für Rennfahrer in der Software freigegeben werden.

Für die Mehrtagestour ist der Edge 130 bedingt geeignet. Auch hier haben kleine und kompakte Geräte ihren Vorteil und einen Track abfahren geht auch ohne Kartendarstellung.

Ich persönlich würde hier auch zum Edge 1030 (oder 820, 520plus) greifen, weil man über die Kartendarstellung mehr Funktionen hat. Insbesondere weil die Akkulaufzeit der Geräte gleich ist.

Ich werde den Garmin Edge 130 jetzt in den kommenden zwei Wochen im Trainingsalltag testen und bin gespannt wie gut er läuft.

Garmnin Edge 130


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Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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