Schwarzes Gold – Jhai Robusta Espresso

Zum Anfang des Jahres präsentiert uns unsere Hausrösterei Coffee Circle direkt ein Highlight, den Jhai Robusta Espresso in einer limited Edition. Allein die Verpackung mit edlem, schwarzem Etikett macht Lust auf diesen Kaffee. Wir vergleichen den Jhai Robusta mit dem Jhai Arabica vom letzten Jahr und erklären Euch den Unterschied zwischen Robusta und Arabica Kaffee.

Spezialitätenkaffee aus Laos ist noch sehr jung. In den letzten Jahren konnte die Jhai Coffee Farmer‘s Cooperative (JCFC) unter anderm mit der Unterstützung von Coffee Circle die Kaffeequalität auf das Niveau von Spezialitätenkaffee steigern. Daraus resultierte der erste Kaffee aus Laos von Coffee Circle, der Jhai Arabica Espresso. Arabica? Robusta? Klären wir als erstes diese beiden Begriffe.

Arabica und Robusta

Grundsätzlich sind Arabica und Robusta die beiden verbreitesten Gattungen der Kaffeepflanzen. Dabei beträgt der Anteil von Arabica Bohnen 60-70% und Robusta 30-40% des gesamten Kaffeevolumens der Welt. Die Anbaugebiete von Arabica liegen in Brasilien, Kolumbien und Äthiopien, die von Robusta in Vietnam, Indien und Indonesien. Der grundsätzliche Unterschied liegt dabei in der Anbauregion des Kaffees. Robusta-Pflanzen können durch ihre Widerstandsfähigkeit auch in tieferen Regionen unter 1000 Meter Meereshöhe angebaut werden. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Kaffee robuster gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse. Arabica-Pflanzen sind anfälliger und mögen ehr kühle Temperaturen und werden in Gebieten über 800 Meter Meereshöhe angebaut.

Das worauf es uns ankommt ist der Geschmack und der ist grundsätzlich unterschiedlich zwischen Arabica und Robusta. Arabica Kaffee ist komplexer und vielfälltiger im Geschmack, die Varianten reichen von schokoladig und nussig bis blumig und fruchtig. Robusta Kaffee ist immer etwas bitterer mit erdigem und kakaolastigem Geschmack. Die Grundlage dafür liegt in der DNA der Kaffees. Robusta Kaffee hat 22 Chromosomen und Arabica mit 44 Chromosomen doppelt so viele. Allein dadurch sind mehr Varianten möglich. Robusta Kaffee enthält viel mehr Koffein und schmeckt dadurch bitterer und intensiver. Im Gegensatz dazu ist Arabica Kaffee milder, hat aber viel mehr Nuancen.

Der neue Jhai Robusta Espresso

Der neue Jhai Espresso von Coffee Circle wird im Bolaven Plateau in Laos auf 1200 Meter Meereshöhe angebaut. Die Waldgärten in denen der Jhai geerntet wird bestehen aus 60 Jahre alten Robusta Kaffeepflanzen, die bis zu 5 Meter hoch sind. Aus diesem Grund können die Kaffeebohnen nur mit Leitern und von Hand gepflückt werden. Der Name leitet sich aus dem Namen der Kooperative ab, Jhing Jhai. Eine Besonderheit bei der Verarbeitung ist, dass die Zuckerschicht vor dem Trocknen der Bohnen nicht entfernt wird. Dadurch zieht der Zucker während des Trockenvorgangs in die Bohne und verleiht dem Kaffee seinen einzigartigen Geschmack.

Das Aroma des Jhai Espresso

Schon beim Öffnen der edlen Packung wird man von einem sehr erdigem, holzigem und tiefen Aroma empfangen. Etwas ganz besonderes, wenn man bisher die Arabica Kaffees gewöhnt ist. Dieses kräftige, tiefe Robusta Aroma begleitet den ganzen Zubereitungsprozess. Wird der Kaffee gemahlen kommt zu dem holzigem Aroma noch ein leichtes Marzipan-Aroma.

Bei verschiedenen Zubereitungsmethoden bleibt das tolle erdige und vollmundige Aroma stets erhalten und unterscheidet sich nur in Nuancen. Der Jhai Espresso aus Robusta-Bohnen bietet dabei ein großartiges Geschmackserlebnis. Der Geschmack ist seidig, vollmundig und umschmeichelt die Geschmacksnerven. Diesen tollen Geschmack kenne ich sonst nur vom Buna Dimaa. Dazu muss ich sagen, dass mir die Kaffees mit wenig Säure am Besten schmecken, deshalb schwärme ich vom neuen Jhai Espresso. Ähnlich wie beim Buna Dimaa bleibt das Aroma lange im Mund erhalten und selbst nach längerer Zeit hat man noch den seidigen, vollmundigen Geschmack im Mund.

Unterschiede Jhai Robusta und Jhai Arabica

Zunächst gibt es natürlich sichtbare Unterschiede. Der Robusta hat etwas kleinere, feinere Bohnen, die auch eine Nuance heller sind als die Arabica-Bohnen. Die Bohnen des Arabica sind auch etwas grober von der Struktur der Oberfläche und wirken etwas öliger. Beim Mahlvorgang könnte man meinen die Robusta-Bohnen sind etwas weicher.

Die feinere Struktur zeigt sich auch bei der Crema, hier zubereitet im Vollautomaten. Die Crema wirkt heller und feiner bei den Robusta-Bohnen.

Geschmacklich sind die beiden Kaffees natürlich sehr unterschiedlich. Der Jhai Arabica schmeckt bitterer mit starker Säure aber vollmundigem Geschmack. Er ist von Anfang an sehr präsent und kräftig. Der Jhai Robusta ist dagegen sehr viel runder und geschmeidiger im Geschmack, ohne dabei die Kraft der Espresso-Röstung zu verlieren. Er füllt den Mund mit einer Geschmackstiefe, die sehr angenehm ist. Die Eingangs angesprochene Süße durch die erhaltene Zuckerschicht der Kaffeebohne beim Trocknen ist deutlich zu schmecken.

Ein Unterschied der für uns Radfahrer entscheidend ist, ist der Koffein-Anteil. Der Jhai Espresso aus Robusta-Bohnen hat den doppelten Koffein-Gehalt im Gegensatz zu Arabica-Bohnen. Das bedeutet für uns Radfahrer den richtigen Kick vor, während und nach der Tour oder Trainingseinheit.

Bestellt jetzt!

Der Jhai Espresso Robusta aus Laos ist einer der besten Kaffees von Coffee Circle und etwas ganz Besonderes. Ihr solltet Euch dieses Geschmackserlebnis nicht entgehen lassen. Der Jhai Espresso Robusta ist begrenzt auf 60 Röstchargen a 36kg deshalb bestellt ihn jetzt solange er im Sortiment ist. Es lohnt sich!


Ich habe den Jhai Espresso Robusta und den Jhai Espresso Arabica selber gekauft und diesen Testbericht aus eigenem Interesse erstellt. Es gab keine Vorgaben oder Beeinflussung seitens Coffee Circle. Die Beurteilung entspricht meinen persönlichen Erfahrungen.

Veröffentlicht von

Ich bin schon immer Radfahrer gewesen. In meiner Jugend bin ich immer lieber mit dem Rad anstatt mit dem Bus zur Schule gefahren und war auch mit Freunden immer auf dem Rad unterwegs. In der Zeit des Arbeitslebens und der Familienbildung war ich sportlich relativ inaktiv. Nach einer Knieoperation 2014 war das Rad die beste Reha und es hat sich stetig bis zur Sucht entwickelt. Heute geht es nicht mehr ohne Rad und der Wille immer besser zu werden ist mein Antrieb.

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