Kennt ihr das, wenn das neue Jahr startet und die Neujahrsvorsätze schon in der ersten Woche scheitern? Kein Problem, fürs Pendeln mit dem Rad ist es nie zu spät! Ein Einblick, warum Pendeln mit dem Rad nicht nur ein Neujahrsvorsatz, sondern eine Lebenseinstellung ist.

Häufig höre ich Sätze wie „Nächstes Jahr möchte ich mich mehr bewegen, mehr Rad fahren“ oder „Jetzt nur noch mit dem Rad zur Arbeit.“ In der Theorie klingen die Sätze super, doch wie sieht es letztendlich mit der Praxis aus? Die Fitnessstudios verbuchen jeden Januar die höchsten Anmeldungen, die Gemüse- und Obstabteilungen in den Supermärkten sehen zu Beginn des Jahres etwas leer geräumter aus.
Doch wie sieht es denn nur ein paar Wochen später aus? Der alljährliche Alltag hat viele wieder eingefangen. Die Gemütlichkeit siegt. Eine Ausnahme jagt die andere.

Gerade beim Neujahrsvorsatz mehr Sport machen, mehr Radfahren scheitern viele immer wieder aufs Neue! Warum eigentlich? Einfach mal aufs Rad setzen und losfahren oder? So einfach es auch klingt, der Innere Schweinehund ist sehr stur und muss erstmal besiegt werden.

Aller Anfang ist schwer – nach dem ersten Schritt fällt jedoch alles einfacher.

Was spricht fürs Pendeln mit dem Rad?

Die Gesundheit! Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, lebt gesünder. Die Bewegung hält dich im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto oder Bahn nicht nur körperlich, sondern auch mental fit. Wie definiert man Gesund und Fit? Wenn man nach der Studie „Mobilität und Gesundheit“ geht, ist Pendeln für die Gesundheit gerade dann günstig, wenn man ganzjährig mit dem Rad pendelt. So bleiben statistisch gesehen Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit pendeln, durchschnittlich zwei Tage weniger pro Jahr krank, als Auto oder ÖPNV-Nutzer.

Ich nutze das Rad beim Pendeln aus verschiedenen Gründen: Training, Bewegung und Sport, Ausgleich sowie Stressabbau. Was gibt es schlimmeres, als sich gestresst von der Arbeit in die volle Bahn, Bus oder Autobahn zu stürzen? Noch aggressiver und gestresster nach Hause zu kommen und ggfs. Die schlechte Laune an der Familie auslassen?

Das Wetter, die verschiedenen Jahreszeiten und die schönen Strecken gestalten das Pendeln mit dem Rad immer wieder neu.

Unbezahlbare innerliche Ruhe und Gelassenheit

Im Sommer purzeln bei mir ziemlich schnell die Pfunde durchs tägliche Pendeln und den Sport. Was mir aber noch wichtiger ist, ist der kühle Kopf morgens auf der Arbeit und der stressfreie und ausgeglichene Kopf, die innerliche Ruhe nach Feierabend daheim.
Wenn ich mal nicht anders kann und wie aktuell verletzungsbedingt mit der Bahn zur Arbeit fahre, fehlt mir der Ausgleich und besonders der frische Kopf am Morgen.

Aller Anfang ist schwer

„Ich würde gerne Pendeln, die Arbeitsstrecke ist mir aber zu weit!“

Absolut nachvollziehbar! Wenn meine Pendelstrecke 40km+ betragen würde, hätte ich auch so ziemlich zeitliche Probleme. Die Distanz für das Pendeln mit dem Rad sollte gut gewählt sein, denn: 20km im Norden sind nicht gleich 20km im Gebirge. Führt der Arbeitsweg über ruhige ländliche Strecken ist das Auto sicherlich 3x eher am Arbeitsplatz als Du mit dem Rad. Im städtischen Verkehr sieht das wiederum anders aus.

Das Pendeln mit dem Fahrrad braucht kein Starttermin

Du fährst bisher immer mit dem Auto, Zug, Bahn oder Bus zur Arbeit? Du willst mehr Sport machen? Mit dem Rad zur Arbeit fahren? Ja? Dann ist der erste Teil bereits erledigt. Dafür braucht es keinen bestimmten Zeitpunkt, du kannst jederzeit Anfangen! Dein Arbeitsweg ist zu lang? 30-40-50km+ in eine Richtung?

Dann fang doch erstmal klein an: Beginne mit einem Tag pro Woche oder fahre mit dem Rad zur Arbeit und den ÖPNV zurück! So kannst du das Pendeln an deine Bedürfnisse, Arbeitszeiten etc. anpassen und schnell ein System entwickeln, das gut zu dir passt. Setze dich keinem unnötigen Druck aus! Wenn es mal zwei Wochen nicht klappt, dir der viele Regen oder Schnee zu gefährlich sind, legst du einfach wieder an trockenen Tagen los!

Das Pendeln mit dem Fahrrad soll kein Zwang oder Routine werden, sondern ein schöner Ausgleich zum stressigen Alltag, der Sport unter der Woche und vielleicht geht es dir bald ja wie mir und vielen anderen auch: es wird eine Lebenseinstellung! Denn die Vorteile fürs Pendeln werden immer überwiegen.

Du musst es nur versuchen!