Saisonrückblick 2018 – wenn ein Plan funktioniert

Am 30.10.2017 startete mein selbstgebastelter Trainingsplan für meine #Mount10bike Jubiläumssaison. Dies ist nun ziemlich genau 1 Jahr her und es ist Zeit Bilanz zu ziehen. 11.539km 80.632hm 432h8min Training 229.731kcal und -12kg sollten 10 Monate später am Ende meiner Saison zu Buche stehen und teilweise zu (für mich) großartigen Ergebnissen geführt haben.

Ihr werdet euch erinnern, alles war auf den großen Saisonhöhepunkt Salzkammerguttrophy A Strecke und ein gutes Ergebnis bei den 24h in Duisburg ausgelegt und orientierte sich, nach den Experimenten der vergangenen Jahre wieder an der Periodisierung nach Friel/Bompa.

Angereichert mit meinen Erfahrungswerten aus 10 Jahren und erweitert um moderne Tools wie Leistungsdiagnostik, Leistungsmessung im Training sowie Nüchterntrainings und strenger Energiebilanz. Befeuert durch die Neuentdeckung von Zwift, gelang es mir bereits im Winter sehr konzentreirt und diszipliniert meine Trainings auf der Rolle zu absolvieren und als ich mich im Frühjahr wieder an die frische Luft traute, lief es bereits ganz ordentlich beim BORNRIF MTB RACE AMELAND über knapp 35km, wo ich gefühlt auf ungewohnt kurzer Strecke sehr gut geliefert hatte aber eine wirkliche Top Platzierung am starken niederländischen Teilnehmerfeld scheiterte.

Tim bereits im Frühjahr in Topform

Nachdem ich im April bei meinem Heimrennen der HEL VAN GROESBEEK mit 156. GK, 41.AK beachtlich und zum ersten mal auf der 105km Langstrecke gefinisht hatte, fühlte ich mich endgültig gut für das kommende gerüstet.

Es war noch früh im Jahr und die durchgeführte Leistungsdiagnostik wies bereits eine FTP von 300Watt aus. Von hier an befolgte ich den Rat des Erstellers der Diagnostik “Du brauchst eigentlich nicht mehr fitter werden, nur noch abnehmen”.

Der erste Ernste Test und kleine Höhepunkt des Jahres folgte am 19. Mai mit dem ROCKY MOUNTAIN BIKE MARATHON WILLINGEN, den ich nach Jahren des Scheiterns endlich und zum ersten Mal auf der (leider eingedampften) Langstrecke beendet habe, was mir die Platzierungen 68.GK und 36.AK einbrachte. Ich war zufrieden.

Nach der schon traditionellen Trainingseinheit Anfang Juni bei RUND UM KÖLN (Skoda Velodome 100) fühlte ich mich aufgrund der Kürze des Rennens von knapp über 3h ein wenig unterfordet und wußte, ich würde noch weitere harte Kilometer brauchen, um für die Trophy gewappnet zu sein. Also begleitete ich Daniel spontan am 24. Juni zum RAID DE HAUTES FAGNES nach Malmedy, wo die Feststellung “die spinnen die Belgier” nach 6h20min und ca. 92 km zu den Plätzen 185.GK/68. AK führten.

Die Ewige Wand – ein Motiv so legendär wie die Salzkammergut Trophy selbst. 

Die legendäre Salzkammergut Trophy

Am 14. Juli 2018 war es dann soweit und das große Highlight meines bisherigen Mountainbik-Lebens sollte anstehen. Die A Strecke der SALZKAMMERGUTTROPHY 2018. Hierzu findet Ihr genug Berichte und ich möchte nur noch einmal betonen was für ein großartiges Rennen die Trophy darstellt und das sich alles erfüllte, was ich sportlich und mental an Forderung und Befriedigung erwartet hatte. GK444. /AK 156. hieß es nach über 15h in Österreich. Was ich erhofft hatte trat ein und ich war nach der Rückkehr aus Österreich in keiner Form geschwächt oder k.o..

Hitzeschlacht in Duisburg krönt Jubiläumssaison #moun10bike 

Im Gegenteil, die Superkompensation nach diesem Gewaltakt setzte schnell ein und so konnte ich mit dem Ziel Top 10 beruhigt zu den 24H DUISBURG Anreisen, wo sich in den ersten Stunden eine wahre Hitzeschlacht bei Temperaturen nah den 40°C enfaltete, die fast zu meiner Aufgabe geführt hatte. Aber in der Nacht konnte ich mein gefühlt unendliches Ausdauerpotential voll auspielen und sicherte mir den 4. Platz Single Herren. Ich kann bis heute nur schwer einordnen, welcher Flow mich da erwischt hat.

Wer es nicht kenn, wird nicht nachvollziehen können, was es heißt, einfach keine Ermüdung zu spüren, immer schneller fahren zu können, ohne dass eine Grenze in Sicht ist. Es war der Wahnsinn und die wahre Krönung dieser Saison.

Vielleicht wäre bei mehr Selbsvertrauen sogar das Podium drin gewesen. Ich wusste ja nicht, dass ich Superkräfte besitze und tastete mich nur langsam an mein Leistungsvermögen heran.

Der beste Tim aller Zeiten? Persönliche Rekorde bis zum Saisonende

Von nun an lies ich die Saison ausplätschern und stieg nach 1 Wocher Abstinenz und Urlaub wieder auf’s Bike um so viel wie möglich von meiner vorm in den beginnenden September und zum VULKANBIKE DAUN zu retten. 2kg hatte ich angesetzt und irgendwie zwickte es seit Duisburg auch im Schritt, ein wenig angeschlagen aber dennoch zuversichtlich erreichte ich mit Platz 20.AK bei meinem traditionellen Saisonabschluss gleich mehrere persönliche Rekorde.

Zum ersten mal blieb ich in Daun mit 4:51:19h unter der 5h Marke und ebenso zum ersten mal beendete ich einen Langstreckenmarathon mit einem Schnitt >20km/h.

Eine geile Saison, von der ich nie gedacht hätte, dass sie so erfolgreich sein würde ging zu Ende und hochmotiviert machte ich mich schnell an die Pläne auf dieser Form aufbauend ins Wintertraining und dann durch ein ein noch beseres Jahr 2019 zu starten.

Doch leider bremst mich dieses “Zwicken in der Leiste” zur Zeit noch aus und die Ärzte streiten sich, wann es weiter gehen kann. Aber wenn mir 2018 Eines gezeigt hat, dann das alles möglich ist, wenn man mit dem Kopf plant und den Plan mit Leidenschaft umsetzt. 2019 WIRD GROß.  #BIKELOVETOUR❤️

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