Cape Pioneer Trek – ein Rückblick

7 Tage Abenteuer in Südafrika. Erfolgreich und glücklich kamen die zwei Teams wieder nach Deutschland/Österreich zurück. Nachdem so langsam wieder der Alltagstrott eingekehrt ist, wird doch gerne an die diesjährige Cape Pioneer Trek gedacht.


„Das Rennen war einfach genial und ein Wahnsinnserlebnis“, so Thomas Ehl, der mit seinem Partner Jan Schenk einen eher unerwarteten 4ten Platz im Gesamtklassement erreichte. „Damit hätte ich im Traum nicht gerechnet“, lautet sein Fazit. Auch Jan ist „unheimlich glücklich darüber diese Rennerfahrung gemacht zu haben.“

Max Friedrich schwärmt von der Woche. „Das Flair ist einfach unbeschreiblich.“ Mit seinem Partner, Thorsten Keller, holte er einen Etappensieg nach dem anderen. Somit wurde ihre Führung im Gesamtklassement von Tag zu Tag größer. „Das war meine 7te Cape Pioneer- und bestimmt nicht die letzte.“

Doch bis alle erst einmal im Ziel ankamen, mussten erst noch ein paar Herausforderungen bewältigt werden.

Sieger müssen früh aufstehen

Ganz oben auf der Liste stand: früh aufstehen! Ein bisschen Glück im Zeitplan gehörte aber auch dazu, und so begann das Zeitfahren für unsere Teams am ersten Tag erst gegen Mittag. Also ein ganz entspannter Start ins Rennen. Und wie wurden die restlichen Tage gemeistert?

„Ein paar Tage vor dem Rennen macht man sich schon Gedanken, wie man um Himmels Willen plötzlich so früh aufstehen soll“, erklärte Max. „Wenn dann zwei Stunden vor dem Start der Wecker klingelt, ist man noch ein wenig müde und schleppt sich irgendwie zum Frühstück. In der Gruppe war aber immer gute Laune und außerdem hatten wir ja alle das gleiche Leid.“

Immer gut drauf, egal wie früh: Max Friedrich. 

Die Vorbereitung und Organisation spielten hier eine entscheidende Rolle, damit das frühe Aufstehen so leicht und geordnet wie möglich verlief. Am Vorabend wurden die Flaschen gefüllt und das Frühstück vorbereitet (sofern kein Frühstück in der Unterkunft angeboten wurde), somit wurde die Arbeit am nächsten Morgen minimiert.

„Spätestens mit dem Startschuss war die Müdigkeit verflogen und der Spaß am Rennen und das Ziel zu erreichen waren groß“, so Thomas.

Cape Pioneer Trek mit Wetterkapriolen

Doch nicht nur die Zeiten stellten eine Herausforderung dar. Auch das Wetter hatte es in sich. „Hart waren in diesem Jahr vor allem die starken Temperaturschwankungen. Kaum von George über den Montagu Pass drüber schlug uns die Hitze der Klein Karoo entgegen.“ 35 °C in der prallen Sonne. „Doch im Vergleich zum Folgetag war das wohl Pillepalle“, stellte Max fest.

Temperaturen um den Gefrierpunkt erschwerten das Leben beim Swartberg Aufstieg

„Aufgrund der Wettervorhersage bekamen Thorsten und ich bei der letzten Feeding Zone glücklicherweise noch Regenjacken. Eigentlich hätten wir auch das komplette Winterprogramm anziehen können, aber durch die Jacken war es wenigstens nicht mehr lebensbedrohlich.“

Auch Thomas und Jan wurden von den Betreuern dementsprechend versorgt. Für die beiden waren die extremen Temperaturschwankungen nicht so entscheidend, denn „Jan und ich haben super harmoniert und wir haben uns gegenseitig immer wieder gepushed.“

Weder Wetter noch Defekte konnten Jan und Thomas stoppen

So arbeiteten sie sich nach dem Snake Bite im Prologue, der sie ein wenig nach hinten warf, Schritt für Schritt weiter nach vorne. Nachdem sie sahen was noch alles möglich war, konnte weder die Hitze noch der Eisregen auf dem Swartberg die beiden stoppen. „Die kühleren Temperaturen kenn ich eh aus den Alpen daheim“, fügte Jan noch hinzu.

Was macht man mit dem restlichen Tag einer Etappe?

Und nach den Etappen? Da war dann auch mal Zeit um ein wenig reglos auf dem Bett zu liegen, bevor es weiter zur Physiotherapie ging. Zudem herrschte im gesamten Team eine super Stimmung, weshalb auch die freien Stunden nicht langweilig wurden.

Regeneration nach einer harten Etappe (Foto: Laura Ehl)

Running Gags sorgten da immer wieder für Erheiterung. So wurde sich gegenseitig gepusht und aufgemuntert, sowohl auf der Strecke als auch im Anschluss an einen langen Renntag.

„Rund ums Rennen hatten wir die Gelegenheit nette Menschen (Fahrer, Physio, Supporter) kennenzulernen, außerdem kamen wie erwartet die kulinarischen Spezialitäten (Burger, CBC und Rotwein, Rusks und Avokado) nie zu kurz.“

Damit blickten alle glücklich und zufrieden auf die diesjährige Cape Pioneer zurück, denn die zuvor gesetzten Ziele wurden grenzenlos erfüllt. Alle sind gesund angekommen, hatten eine Menge Spaß und genossen (wenn auch nicht die ganze Zeit) die atemberaubende Landschaft.

„Unbeschreiblich ist aber auch die Fürsorge der ganzen Familie für uns Fahrer. Sie hatten ja gleich vier davon zu versorgen. Vor, während und nach des Rennens und ein Betreuer fiel ja auch noch aus – ihm fiel nämlich nach über 20 Jahren ein, selbst mitzufahren“, stellte Max zum Schluss fest.

Vielen Dank an Torsten, Max, Jan und Thomas, dass wir euch begleiten durften. Ihr sewid Spitze! 

Somit sind sich alle Fahrer einig: Die Organisation seitens des Veranstalters aber natürlich auch der Support durch die mitgereiste Familie Ehl waren Schlüssel zu einem gigantischen Erlebnis im Western Cape!


Vielen lieben Dank an Laura Ehl, die uns während unserer Cape Pioneer Trek Berichterstattung tatkräftig unterstützte und uns sowohl mit Text- als auch Bildmaterial ausgeholfen hat. Ohne Laura hätten wir für dich diesen Einblick ins Cape Pioneer Trek niemals erzielen können. Alle Berichte findest du hier noch einmal gebündelt. 

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