Alltagspendler – warum David gerne mit dem Rad zur Arbeit fährt

Kennt Ihr das, wenn ihr morgens halbwach zur Bahn sprintet und die Bahn bereits aus allen Nähten platzt? Oder eure eigentlich 20-minütige Autofahrt zur Arbeit letztendlich über eine Stunde dauert?

Mit der Serie „Aus dem Leben eines Radpendlers“ teile ich mit euch meine Erfahrungen und Erlebnisse auf der täglichen Radfahrt zur Arbeit und zurück.

Hallo, ich bin David und Pendel mit dem (Renn-)Rad seit knapp fünf Jahren zur Arbeit und zurück. Ich freue mich, euch die Welt der Fahrrad-Pendler näherzubringen und zu zeigen, dass das Pendeln mit dem Rad doch die schönste Sache der Welt ist.

Das fehlende Auto hat mich vor fünf Jahren in die Fahrrad-Pendlerwelt eingeführt. Die Wahl aufs (Renn-)Rad als „Pendel-Gerät“ fiel dabei nicht sofort.

Da ich als Kind gerne Buss & Bahn gefahren bin, wählte ich zuerst den ÖPNV als Fortbewegungsmittel zur Arbeit.

Mit dem Rennrad ins Pendler-Glück

Mit der Bahn brauche ich so ziemlich genau eine Stunde Gesamt-Fahrzeit mit einem Umstieg.
Ich wohne in Bornheim (Rhein-Sieg Kreis) und arbeite im Kölner Zentrum. Der Fahrtweg beträgt je nach Strecke zwischen 20-26 km.
Mit der Zeit störten mich aber die vollen Bahnen, die stickige Luft, der Gestank, die Verspätungen, Ausfälle usw.

Das Rennrad (jetzt auch als Fortbewegungsmittel zur Arbeit) ist seither die erste Wahl und ist es auch bis heute geblieben. Aus Überzeugung, aus Liebe zum Rennrad, fürs Training und als schnellstes Fortbewegungsmittel für meine Strecke. Dazu gibt es in der Serie sicherlich noch mehr, an dieser Stelle würde es den Rahmen sprengen.

Warum fährt man mit dem Rad zur Arbeit?

Das ist die Frage die ich am häufigsten gestellt bekomme. „Was, du fährst so lange zur Arbeit und zurück?“, „Du fährst auch im Regen?“, „Ist dir im Winter nicht zu kalt?“, „Ist es auf der Strasse nicht zu gefährlich, gerade in Köln?“

Fragen über Fragen. Meine Antwort ist immer dieselbe und kommt aus vollster Überzeugung:

Für mich ist das (Renn-)Rad mehr als ein Fortbewegungsmittel. Es ist mein Hobby und eine große Leidenschaft. Die Freiheit auf dem Rad, neue Orte und Strecken erkunden zu können erweckt Glücksgefühle in mir. Den stressigen Arbeitstag auf derHeimfahrt austreten und mit Gelassenheit nach Hause radeln oder mit frischem Kopf in den Arbeitstag starten. Das Gefühl zu haben, etwas für den Geist und Körper zu tun, schenkt mir eine schöne Ausgewogenheit für den Alltag. Nicht zu vergessen, ich bin vor dem Auto und der Bahn zuhause.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo David! Auf diese Serie freue ich mich! Bitte gerne auch Details und Gedanken, die Du Dir so während des Pendelns machst! Gruss, Ansgar

    • Hallo Ansgar, das freut mich zu hören. Ich werde sicherlich mit der Zeit noch tiefer ins Detail gehen und auch meine Gedankengänge während des Pendelns mehr oder weniger offenbaren :)
      schöne Grüsse
      David

  2. Ich pendle seit Jahren mit dem Velo. Wenn ich den ÖV nehme fehlt ein Stück Lebensqualität. Die Voraussetzungen (Garderobe, Dusche) am Arbeitsplatz machen es noch angenehmer.
    Die geringe Anzahl an Fahradpendlern und die vielen Kurzstrecken (unter 30km), die mit dem Auto zurückgelegt werden, zeigen wie viel Potential vorhanden ist.
    Auch die letzten Meilen (vom Bahnhof zum Wohnort oder Schule) haben noch Potential zur Verbesserung: Das gut gemeinte “Abholen” von Angehörigen (mit dem Auto) erzeugt Verkehr, Lärm und längere Wartezeiten.

    • Grüezi,
      das sehe ich genauso. Mit zwei kleinen Kindern habe ich momentan weniger Zeit als gewohnt auf dem Velo, daher verbringe ich jede verfügbare Minute auf dem Rad – das ist Lebensqualität.
      Wenn der Arbeitgeber/platz noch gute Voraussetzungen fürs Pendeln ermöglicht, was braucht es dann noch mehr? Nur Mut aufs Velo zu steigen ;)

  3. Hi David,
    ich fahre im Schnitt 2x in der Woche mit dem Rad zur Arbeit.
    Ich liebe es!
    Mit dem Rennrad oder MTB je nach Lust, bei Regen fahre ich nicht.
    Da ich 2 Kinder habe teile ich mir die Fahrten so ein wie es am Besten zeitlich möglich ist.
    Im Sommer öfters im Winter weniger häufig. Ich freue mich auf deine Serie.
    Viele Grüße Oliver

  4. Hallo David,
    ich pendle auch seit 10 Jahren mit dem Rad zur Arbeit. Jedes Jahr werden es mehr MdRzA-Fahrten. In 2018 bin ich bis jetzt 8160 km mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und man spart dabei einiges an CO2-Emissionen ein. (1,6 Tonnen!) Ich fahre nur bei stark verschneiten und vereisten Straßen mit dem Auto zur Arbeit. Aber das sind zum Glück nur wenige Tage im Jahr.
    Viele Grüße und weiterhin eine unfall- und pannenfreie Fahrt mit dem Rad zur Arbeit (MdRzA)
    Andreas

  5. Ich pendle seit 16 Jahren täglich mit dem Mountainbike ins Büro. So kann ich das Notwendige mit dem Schönen und Angenehmen verbinden. Ein dichtes Netz aus Singletrails und Waldwegen macht jede Fahrt zum Erlebnis. Es gibt Kollegen die bezahlen Unsummen für ein paar Tage Outdoor Adventure. Ich erlebe dies jeden Morgen, während sie im Stau stehen und ihre Lebenszeit sinnlos vergeuden…

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