Genug gefloppt – Daniels Zwischenfazit über eine bisher verkorkste Saison

Fiasko, muchacho Fiasko. Eine Textzeile von der Antilopen Gang – Fiasko, die meine bisher durchwachsene Saison bestens beschreibt. Bisher war die Saison 2018 für mich ein einziges Fiasko. Anders als bei Tim, der mit der Salzkammergut Trophy sein erstes Saisonziel erreichte oder bei Ansgar und Jan, die am Wochenende den Ring mit dem Rad rocken werden.

Bei uns läuft. Aber ich komm nicht hinterher, um im Antilopen Gang Slang (Song “Flop”) zu bleiben. Aber nach dem DNF bei der 24h MTB Europameisterschaft und der krankheitsbedingten Aufgabe bei der BIKE Transalp habe ich für dieses Jahr hoffentlich genug gefloppt.

Hinter den Kulissen haben wir eine Menge geredet, analysiert und besprochen. Aber eine wirkliche Antwort habe ich nicht erhalten und konnte ich auch nicht geben, warum ich zu meinen Saisonhöhepunkten nicht mein vollständiges Leistungsvolumen abrufen konnte.

Grundsätzlich stimmt das Leistungsniveau im Training. Benjamin muss mich meistens eher bremsen, die Umsetzung der Planung erfolgt nahezu mit 100%. Bei Intervallen schaffe ich es meistens hinten raus die Leistung zu steigern.

Im Rennen ist es dann anders. Nach 1:40h oder 1:50h kann man den Stecker ziehen, obwohl ich in dieser Saison bereits mehrfach die Ernährungsstrategie dem Problem angepasst habe.

Hass-Liebe Stoffwechsel

Sicherlich spielt da auf der einen Seite mein Stoffwechselproblem eine Rolle, aber genmeinsam mit Arne Bentin suchen wir gerade die Nadel im Heuhaufen. Aber wir nähern uns dem Ziel, konkreter werde ich dazu in der nächsten Woche.

Aber die Stoffwechselproblematik ist keine Erklärung für das bisherige Desaster. Immerhin kämpfe ich mit den Problemen seit Ende 2016 und konnte zwischenzeitlich meine Leistung auf der Langstrecke deutlich steigern. Übertraining scheint auch ausgeschlossen, zumindest gibt es dafür keinerlei konkrete Hinweise im Blut- und Urinbefund.

Kopf vs. Körper

Gleichzeitig bleibt natürlich der Kopf. Gewicht zu hoch, Leistung im Rennen nicht reproduzierbar, vielleicht etwas zu viel Stress und zack beginnt man viel zu viel zu denken. Gerade auf der Ultralangstrecke ein schlechtes Signal.

Andererseits kann ich nicht behaupten ich sei emotionslos oder weniger motiviert. Das Training macht mir nach wie vor Spaß und ich bin jedes Mal aufs neue gewillt meine Grenzen zu verschieben.

Kurzurlaub und Kopf frei

Ein Kurztrip ans Meer sorgte dafür, dass ich auch mental Abstand zum Rad finden konnte und die Seele etwas baumeln lassen konnte. Auch ohne Antworten auf die offenen Frage, warum und wieso ich meine Leistung nicht zum gewünschten Zeitpunkt abrufen kann, geht es jetzt weiter.

Genug gefloppt

Nach der unfreiwilligen Pausen nach der Transalp bin ich diese Woche wieder ins Training eingestiegen. Natürlich stand die Frage im Raum eine längere Pause zu machen oder die Saison 2018 frühzeitig zu beenden, um dann mit neuen Zielen für 2019 durchzustarten.

Meine Trainingsleistungen und meine Motivation sprechen dagegen. Alle Regler sind auf 10, um bei der Night on Bike am 18/19.08 die Flopps hinter mir zu lassen und mit einem anständigen Ergebnis der Saison 2018 eine Wendung zu geben. Ausfloppen lautet das Motto bei der Night on Bike, die den inoffiziellen Titelkampf König (und Königin) der Europäischen Einzelkämpfer ausgerufen hat.

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