Rocky Mountain BIKE Marathon 2018

Das Pfingstwochenende verbrachten wir als Team zumindest teilweise in Willingen beim BIKE Festival, um u.a. am Rocky Mountain BIKE Marathon 2018 teilzunehmen. Den offiziellen Ergebnisbericht gibt es schon länger, heute möchten wir dir das Rennen individuell aus userer Perspektive schildern und auch ein paar Sidefacts einstreuen.

Zuerst möchten wir den Rocky Mountain BIKE Marathon in den Fokus deiner Aufmerksamkeit rücken, um dann später über das BIKE Festival Willingen zu berichten.

Der Rocky Mountain BIKE Marathon gehört zu den deutschen Mountainbike Marathon Klassikern und steht in einer Reihe mit anderen großen Veranstaltungen in Deutschland. Bis zu 2000 Marathonisti trafen sich in der Vergangenheit in Willingen, um über den Hohen Eimberg, Ettelsberg und Langenberg ein spannendes Rennen auszutragen. Verglichen mit anderen Sauerland Marathons schneidet der Rocky Mountain BIKE Marathon im oberen Bereich ab, die Strecke bietet mehr als pure Waldautobahn und das Drumherum passt.

In diesem Jahr waren mit nicht einmal 1000 Fahrern nur eine Minderheit am Start, der Schnitt über alle Jahre beträgt 1600 Fahrern (Quelle). Ob dem Pfingstwochenende geschuldet, der neuen Strecke oder der Konkurrenz (u.a. Schinder(hannes) MTB Superbike mit über 1000 Startern in Emmelshausen) können wir nicht sagen. In Belgien können 3000 Mountainbiker auf engsten Raum in wenigen Tagen 4 Rennen fahren.

Mit 130km galt der Rocky Mountain BIKE Marathon als einer der längsten MTB Marathons in Europa. Für dieses Jahr wurde die Strecke gekürzt und verändert, was abgesehen von der kürzeren Distanz viele Vorteile brachte.

Während die erste erste Runde gleich bleibt und zwei Mal über den Förster Schumm Platz führt und mit dem Anstieg an der Ski Schanze endet, wurde die zweite Runde (früher dritte Runde) Richtung Titmaringhausen extrem aufgewertet. Sowohl die Anstiege, u.a. mit einem 300m und im Schnitt 28% steilen Stück hinauf zum Kah Lied, als auch einige wirklich schöne Trails.

In der dritte Runde führte die Strecke ein weiteres Mal den Ettelsberg hinauf, um dann direkt Richtung Langenberg zu führen. Ein Schlußanstieg, der dem Event würdig ist.

Tims gefühlter Sieg

In bisher unzähligen Versuchen kam Tim nie über die Mittelstrecke hinaus und auch wenn es für Tim nur ein Trainingsrennen im Hinblick auf die Salzkammergut Trophy war, lag bei ihm das Finish auf der Langstrecke im Jubiläumsjahr im Fokus.

Vom Starrt weg gab Tim von der Coffee & Chainrings Crew die Pace vor, Daniel hatte bereits am Anstieg zum Hohen Eimberg das Nachsehen. Aufgehalten von diversen Pinkelpausen konnte Tim seine starke Leistung nie dazu nutzen den Abstand auf Daniel zu vergrößern, stattdessen kam Daniel immer wieder zu Tim heran.

Auf der dritte Runde konnte Tim am Ende ein paar Körner mehr auspacken, um den Langenberg mit einem ordentlichen Tritt begegnen. Am finalen Anstieg setzte er sich so von 5 Mitstreitern ab.

Mit etwas über 6:50 und einer Top 70 Platzierung im Gesamtfeld ist Tim am Ende aber absolut zufrieden.

Im zehnten Rennjahr, #moun10bike, konnte er erstmals das lange Ding nach Hause fahren. Und das obwohl Tim von der Anreise weg zahlreiche Pannen unterlaufen sind. So fehlten Adapter für das Laufrad, Trikots und auch die Trinkflaschen in Willingen. Wie Tim diese Situation meisterte, dass erzählt er euch kommende Woche im Podcast.

Besonders schön ist, dass Tim am dritten Festival Tag zum Fan of the day gekürt wurde. Der stolze Onkel Tim begleitete seinen Neffen zum ersten MTB Rennen seines Lebens. Yeah.

Für Daniel am Ende alles gut

Für Daniel war Willingen gepaart mit einem harten Training am Folgetag und die Ardennen Trophy in La Reid montags der letzte dicke Brocken an Vorbereitung auf die Festina wembo 24h Europameisterschaft nächste Woche.

Die Ambitionen teilte er sich mit Tim, sub 7 Stunden auf der Langstrecke und möglichst eine gute Platzierung fahren. Bedeutete für die Renntaktik bereits am Anstieg zum Hohen Eimberg ordentlich Leiden.

Tim ziehen zu lassen war kein Beinbruch, so leicht wie das Fliegengewicht ist. Immerhin klafft bei Daniel eine Lücke von 8,5kg im Vergleich zum Transalpjahr 2015. Und trotzdem hagelte es in Willingen Rekorde, die bisher eben genau in diesem Jahr 2015 aufgestellt wurden. Alle langen Anstiege gingen in einer besseren Zeit, alleine die erste Rennstunde konnte Daniel aus dem vollen Schöpfen und sich nahe an seiner FTP bewegen.

Ein technischer Defekt hielt Daniel kurz vor der zweiten Teilung der Strecke auf, so dass er anstatt in die dritte Runde ins Ziel fuhr und als 90. (270.) Gesamt seine gute Leistung auf der Mittelstrecke mit nach Hause nimmt.

Ansgars Kampf gegen den wahren Endgegner

Ansgars Voraussetzungen waren andere. Spezifisches Training fiel in diesem Jahr fast immer der Arbeit zu Liebe aus. Auch die Jahreskilometer waren deutlich reduziert, trotzdem konnte er im März locker mit Daniel 10h Rennrad fahren oder auf der MTB Discovery Strecke mitrollen.

Aufgrund seines Startblocks startete Ansgar 30min nach dem Rest des Teams, einziger Kontakt auf der Strecke war ein Treffen mit Daniel am Förster Schumm Platz. Daniel war bereits ein zweites Mal oben, bevor Ansgar zum Diemelsee hinunter fuhr.

Kämpfen, beißen und quälen aber Ansgar gibt nicht auf. In der dritten Runde gab es ein hitziges Duell mit dem Besenwagen aber Ansgar enteilte und konnte so seinen zweiten Marathon auf der Langdistanz ins Ziel bringen. Angefeuert vom Rest des Teams ging es auf die letzten hundert Meter ins Ziel.

Ansgars Zieleinlauf. 💪 #bikefestival

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Essen, alle nur am essen

Und was habt ihr sonst gemacht? Marathon gegessen.

BIKE Festival Willingen

Das BIKE Festival Willingen diskutieren wir ambivalent. Während Ansgar und Daniel den Service, Beratung und Techtalk zu schätzen wissen und kaum Kaufreize wahrnehmen, wird Tim das Festival zu Konsum orientiert.

Insgesamt war das Who-is-who der MTB Szene anwesend und Daniel fand zum Beispiel schnell Hilfe bei Canyon und Fox, wobei letztere selbst den Remote Lockout der Gabel auch nur kurzweilig repariert haben.

Schön war auch der tolle Bike Wash Platz.

Auffällig war, dass das E-MTB nicht mehr aus der Szene wegzudenken ist. Gefühlt 90% E-MTBs waren als Leihräder unterwegs, während man kaum andere Mountainbikes testen konnte.


Fotonachweis: Titelbild: ©Miha Matavz & Martin Sass (BIKE Festival Willingen Mediathek). Weitere Fotos: Marathon-Photos / Privat

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Ansgar

    Glückwunsch nochmal, eine Topleistung, die du abgeliefert hast. Ich hatte echt keine Blcke mehr und war froh, abbiegen zu dürfen. Nächstes Jahr werd ich wohl mal spezifisch trainieren 😅

    Schöne Grüße aus dem Norden

    Thommy (weißes Niner HT)

  2. Pingback: Salzkammergut Trophy 2018 Preview - Coffee & Chainrings | Der Blog über Mountainbike, Rennrad und UltracyclingCoffee & Chainrings | Der Blog über Mountainbike, Rennrad und Ultracycling

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