Les Cimes de Waimes 2018

Der Klassiker Les Cimes de Waimes findet traditionell an Christi Himmelfahrt statt. Abgesehen von Etappenrennen hatte Daniel bisher noch keinen #raceday an einem Donnerstag. Über 1400 Mountainbiker trafen sich zum Mudfestival in Waimes, um die Trails der Ardennen umzupflügen.

Seit einer Woche haben wir uns jeden Tag über 20Grad und mehr mit wolkenloser Sonne gefreut. Pünktlich zu Les Cimes de Waimes schlug das Wetter in der Nacht um: Temperatursturz auf einstellige Temperaturen und Regenschauer in den frühen Morgenstunden verwandelten den trockenen Kurs in ein Mudfestival, die Bachdurchquerungen sorgten für den Rest.

Von allen Seiten ist Daniel vor dem Kurs bei Nässe gewarnt worden, entsprechend Verhalten war der Start. Doch mit den Erfahrungen aus Roc d’ Ardenne verlor der Kurs an Schrecken, trotzdem ist er technisch sehr fordernd und verlangt eine gute und sichere Fahrtechnik. Wer Angst vor Wurzeln hat, der wird spätestens nach Les Cimes de Waimes seine Angst verlieren und die verschiedenen Variationen an Wurzeln und die dazugehörigen Geräusche, wie das Verrutschen von Vor- oder Hinterrad lieben lernen.

Wie schon in Houffalize war der Kurs geprägt von steilen und noch steileren Anstiegen mit mehr oder weniger vielen Wurzeln, Steinen und anderen Geröll. Gleiches galt für die Abfahrten, einzig die Höhe der Stufen der unterschieden Auf- und Abfahrten, hatte Daniel das Gefühl.

Im direkten Vergleich gewann der Kurs in Houffalize, vielleicht weil Daniel in Waimes aufgrund der harten Trainingswoche weniger gut in Tritt kam oder weil der Trailanteil in Houffalize doch wirklich höher war. Trotz annähernd gleich vielen Startern war in jedem Fall die Strecke beim Roc d’ Ardenne weniger überlaufen.

Team Coffee & Chainrings / Katusha

Was Katusha mit Coffee & Chainrings zutun hat? Daniels Transalp Partner Maxime Lagny ist eng mit der Firma verbunden, so dass Katusha bei der BIKE Transalp im Sommer unterstützen wird. Für das neu formierte Transalp-Duo war es das erste gemeinsame Rennen, nachdem Daniel Freitag und Samstag beim Roc d’Ardenne Festival die ersten Rennkilometer sammelte und Maxime sonntags beim Roc Marathon.

Die spontane Verabredung führte dazu, dass Daniel zugunsten der gemeinsamen Fahrt auf Startbox 2 verzichtete und stattdessen mit Maxime aus der vorletzten Startbox startete. Die 10min Zeitverschiebung pro Startbox sorgte für einen sehr späten Start, dass die über 1000 Fahrer vor ihnen zu einem Problem werden könnten, hatten beide Fahrer nicht erwartet.

Später Start mit Folgen

Bereits nach 10min Racing kam die erste Hürde durch und über einen Steinbruch mit Steigungen jenseits von gut und böse. Daniel und Maxime entschlossen sich für eine konservative Strategie, der vermeintlich schwächere fuhr vor. Heißt Daniel musste am Berg vorne leiden und Maxime in der Ebene bei Gegenwind. In den Downhills präsentierten sich beide gleichstark.

Nach den ersten km kam das Rennen zum Stocken, denn von 45min bis fast zur Stunden Marke ging es über einen Trail zu Fuß weiter bzw. stellenweise auch nicht. Daniel fühlte sich etwas an seine Erfahrungen an den Lisi Osl Trail während der BIKE 4 Peaks erinnert.

Zähflüssig ging es bis km23 weiter immer wieder staute sich der Verkehr auf den engen Wurzel Passagen. Daniel und Maxime nahmen es gelangen, denn langsam schulten die Trails noch mehr die Fahrsicherheit.

Endgegner Ski Piste Ovifat

Daniels persönlicher Endgegner war die Skipiste von Ovifat. Die langgezogene Steigung auf der tiefen Wiese kostete viele Körner.

Die Tempiwechsel und die aufgrund der zahlreichen Staus unrhythmische Belastung taten ihr Übriges, um Daniel in die erste Rennkrise der Saison zu bugsieren. Maxime erkannte die Situation nicht und zog zu diesem Zeitpunkt das Tempo an und Daniel gleichsam aus der Krise heraus, natürlich mit noch mehr Leid aber die Beine gingen auf.

Das Ergebnis

Nach 3:20 passierten die Beiden das Ziel zum ersten Mal, trotz der Staus hätte dies für eine Platzierung unter den ersten 200 (von 700) bedeutet. Auf den beiden längsten Strecken wagten sich – untypisch für Belgien – nur die Minderheit. Die zweite Runde der Strecke war dann verkehrsarmer und Daniel und Maxime konnten etwas Boden gut machen. Von Platz 301 (Skipiste Ovifat) ging es bis zum Ziel vor auf 243/244 von 500. Rechnet man nur die reine Wartezeit weg, dann reduziert sich die Zielzeit von 4:47h auf 4:30h, was die Zielzeit der Beiden vor dem Rennen war und eine Platzierung unter den ersten 200 bedeutet hätte.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Das Rennen war von vornherein als Trainingsrennen geplant und Daniel hatte mit zwei Vo2Max Einheiten an den Tagen zuvor auch eine ordentliche Vorbelastung. Um es mit Ansgars Worten zu sagen:

“Krasser find ich ne Vorbelastung mit 93km” Ansgar Girsig

Dafür lief es gut und auch das nasse Terrain in den Ardennen ist nicht leicht zu bewältigen.

Fazit

Les Cimes de Waimes gilt las Klassiker der belgischen Mountainbike Marathons in den Ardennen und präsentierte sich auch so. Die anspruchsvolle Strecke bietet alles was das Mountainbiker Herz begehrt.

Die Blockstarts sind gut gemeint aber in der Realität ist so das Problem der Staus auf der Strecke nicht zu bewerkstelligen. Es sind einfach zu viele Mountainbiker auf der Strecke. Sobald nur ein Fahrer an einer Wurzel hängen bleibt, bedeutet dies in der Regel durch den Ziehharmonika Effekt warten.

Etwas argwöhnisch betrachteten Daniel und Maxime die überholenden E-Mountainbiker auf der Strecke, erst hinterher wurden entsprechende Wertungsklassen in der Ergebnisliste ausgemacht. Mit knapp 3min Vorsprung (vergleich der Brutto Zeiten) hatte der einzige E-Biker auf der Mitteldistanz keine wirklich nennenswerten Vorteile bzw. scheinen die wenigen, die mit dem E-MTB auf der Strecke waren sportlich ganz andere Ambitionen gehabt zu haben. Auch ein Vergleich der anderen E-MTB Strecken zeigt, dass bis auf ein Fahrer keiner mit der Spitze der Mountainbiker mitgehalten hat.

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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