Fehlkauf Northwave Extreme XCM Winter

Mit den Northwave Extreme XCM und dem Northwave Raptor Arctic GTX hatte ich in der letzten kälte Periode des Jahres zwei renomierte Winterschuhe kurzzeitig bei mir zu Hause. Doch die Schnäppchen gingen vor dem Ende der Widerrufsfrist zurück zum Shop.

Nichts kann man konträrer diskutieren als das Thema kalte Hände und Füße (abgesehen vielleicht von der Reifenwahl am Mountainbike). Was dem Einen gerade warm genug, ist dem Nächsten viel zu kalt und der Dritte findet es zu warm. Was ich sagen will? Dieser Artikel über die Northwave Winterschuhe 2017 ist meine persönliche Meinung und muss nicht zwangsläufig repräsentativ sein.

Trotzdem bilde ich mir ein aufgrund meiner Erfahrung mit Winterschuhen und Outdoor Trainings bei kalten Temperaturen zumindest über den Vergleich einen objektiven Eindruck zu geben.

Im Winterschlussverkauf fiel der Preis der Northwave Winterschuhe von 279€ bzw. 249€ auf annehmbare 149€. Ein echter Schnapper, während meine neuen Sommerschuhe gerade für 329€ bestellt waren.

Northwave Extreme XCM Winter

Der schwarze Northwave Extreme XCM Winter schaut gut aus. Das Vorgängermodell fahre ich seit 2,5 Jahren und spätestens für den nächsten Winter möchte ich was neues haben. Im vergleich zu meinem Northwave Extreme von 2014 ist das neue Modell um ein vielfaches leichter und der Unterschied zum Sommerschuh fällt nicht mehr so gewichtig aus. Im Gegenteil mit dem Northwave Extreme XCM würde ich auch Rennen bestreiten, so gut trägt er sich und auch die Steifigkeit der Sohle überzeugt mich voll.

Farbenspiele: Bunt muss es sein!

Bis hier würde der Northwave Extreme XCM die volle Punktzahl erhalten. Allerdings handelt es sich um einen Winterschuh und Northwave wirbt mit einem empfohlenen Temperaturbereich von -15°C bis 5°C. Klingt erstmal krass, allerdings hat man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und 25-30kmh Geschwindigkeit bereits schnell -8 oder mehr Grad erreicht.

Und hier beginnt das Dilemma. Während ich mit dem alten Northwave Extreme Schuh mit GripGrab Arctic Überschuh zehn Stunden bei Temperaturen zwischen 1,5 und -3 Grad gefahren bin ohne kalte Füße zu bekommen (Socken: O’Neal Kniestrümpfe), froren mir die Zehen bei der ersten Testfahrt bei vergleichsweise milden vier Grad.

Weil der Northwave Extreme XCM mit diesem großen Temperaturbereich empfohlen wird, verzichtete ich auf die Überschuhe, während die Sockenkombination blieb. Northwave empfiehlt dünne Socken, bietet selbst aber nur Modelle mit tierischen Produkten. Ein No-Go für mich.

Inwieweit die vergleichsweise dicken O’Neal Socken nicht zu den Schuhen passen, kann ich nicht ausschließen. Jedoch passen sie mit dem Vorgängermodell (mit ganz anderer Isolationstechnologie). Mit GripGrab Windproof Socken könnte ich auf ein dünneres Modell ausweichen, allerdings sind das keine Kniestrümpfe und wenn das Blut bereits kalt in den Fuß ankommt, wird das Wärmen noch schwieriger.

Mangels weiterer kalter Tage brach ich den Test ab.

Northwave Raptor Artic GTX

Den Northwave Raptor Artic GTX hatte ich mit bestellt und anprobiert. Im Vergleich zum Extreme XCM sitzt er nicht ganz so geschmeidig am Fuß, allerdings fühlt sich das Fleece Innenleben wärmer an, obwohl der Temperaturbereich nur bis -10 Grad empfohlen wird.

Ich werde diesen Schuh im kommenden Winter ausgiebig testen. Im Vergleich zu meinem alten Winterschuh ist auch der Northwave Raptor um einiges leichter geworden.

Fazit

Wer nicht so schnell kalte Füße bekommt und warme, dünne Socken sein Eigen nennt, der sollte beim Northwave Extreme XCM zuschlagen. Der Schuh ist sehr leicht und trägt sich angenehm.

Vom ersten Gefühl scheint der Northwave Arctic GTX etwas wärmer, obwohl der empfohlene Temperaturbereich nur bis -10 Grad angegeben ist.

Modelle von Shimano und weiteren Herstellern kamen bei mir aufgrund des zu hohen Gewichts nicht in die Auswahl. Der Shimano MW7 gefiel mir seinerzeit als Neuerscheinung schon aufgrund seiner klobigen Bauweise nicht.

Fizik scheint mit dem Artica 5 noch eine interessante Alternative zu haben. Und du so? Welchen Winterschuh für das Mountainbike empfiehlst du?

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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