Trainingslager zu Hause – Low Budget Alternative

Heute beginnt mein Trainingslager zu Hause und viele Fragen sich bestimmt, was soll der Scheiß? Ich möchte euch in diesem Artikel einige Vorteile eines Trainingslager zu Hause vorstellen, denn man muss im März nicht zwangsläufig auf eine Insel fliegen. Ein qualitativ hochwertiges und effizientes Training kann auch zu Hause den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen.

Um zu Hause ein erfolgreiches Trainingslager durchführen zu können, müssen ein paar Dinge geregelt sein. Während man in einem auswärtigen Trainingslager in der Regel außer Radfahren nichts machen muss, stehen zu Hause weitere begleitende Aufgaben an. Das Essen will vorausschauend geplant werden, die Radwäsche muss immer wieder gewaschen werden, die Räder müssen alleine gewartet werden und einige Hausarbeiten müssen für diese Zeit ruhen.

Letztendlich ist ein Trainingslager zu Hause mehr als nur ein gesteigertes Paket an Radeinheiten, denn ein weiterer Vorteil eines Trainingslagers ist die Regenerationsfähigkeit. Am Strand oder in der Hotel Lounge chillt es sich vielleicht einfacher als zu Hause, zumindest kann keine Aufforderung wie “mach mal…” kommen…

Trainingslager zu Hause – die Low Budget Alternative

Vor- und Nachteile im Trainingslager zu Hause

[one_half]Vorteile
Keine Umgewöhnung
Angepasste Streckenverläufe für das Training
Zu Hause ist am Schönsten
Völlige Kontrolle über das Essen :D
Bekannter Physio
Die eigene Infrastruktur ist am Besten
Günstig, spart den Geldbeutel[/one_half]
[one_half_last]Nachteile
Wetter ist ggf. 10-20 Grad kälter, mehr Regen, mehr Wind
Ggf. weniger Berge
Keine schnellen, externen Reparaturarbeiten
Geringere neue Impressionen beim Fahren
Selbstdisziplin notwendig, Ablenkung größer[/one_half_last]

Fokus auf das Training UND Regeneration

Wichtig ist, dass beim Trainingslager zu Hause nicht nur die Möglichkeit für mehr Training besteht, sondern auch für mehr Regeneration. Denn sonst fährt man seinen Körper schneller in den Keller als einem Recht ist.

Das heißt konkret, dass nach dem Training Ruhephasen wichtig sind. Außerdem habe ich im Trainingslager bereits drei Physiotherapie Termine gebucht und werde zusätzlich die Sauna in meinem Fitness Studio beanspruchen.

Warm eingepackt, kann man bei 10+ Grad auch draußen auf der Liege etwas Sonne tanken und so bestens regenerieren.

Meinen Schlafrhythmus muss ich gar nicht groß ändern, generell empfiehlt es sich früh schlafen zu gehen. Denn schlafend regenerieren die Trainingsreize am Besten.

Streckenkenntnisse von Vorteil

Wenn es darum geht Intervalle jeglicher Art zu fahren, kann das heimische Streckennetz ebenfalls ein Vorteil sein. Man weiß, wo Gefahren lauern oder wann man ungestört seine Belastungsgrenzen ansteuern kann.

Und wird es mal zu langweilig, lohnt sich ein Blick in das erweiterte Umland. Bei meinen langen Ausdauereinheiten erkunde ich gerne Eifel, Ardennen oder das flache Land um Roermond. Es muss eben nicht immer gleich etwas ganz Neues sein.

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt

Sicherlich sind die Hotels auf den Inseln auch in der Wahl der Nahrungsmittel auf Bilet eingestellt. Aber Rohkost, Vegan, glutenfrei und zuckerreduziert? Bestenfalls noch mit NoCarbs vor den langen Einheiten? – Zu Hause habe ich, was ich brauche.

Und selbst im Ferienhaus fehlt immer irgendwas. Und wenn es nur Gewürze oder ein gescheiter Mixer sind.

Was mich nicht umbringt…

Scheiss Wetter gibt es nicht. Nahezu nicht. Mit richtiger Kleidung kann man eigentlich fast immer draußen trainiere. Und sich gleichzeitig auch für extreme Bedingungen im Rennen abhärten. Notfalls bleibt die Rolle. Oder beides.

Natürlich wäre eine Sonnengarantie mit wenig Wind besser, wer sehnt sich nicht nach einem langen Winter danach? Aber spätestens im April ist es ja hier auch soweit!

Fazit

Ein Trainingslager zu Hause kann adequater Ersatz für einen Inselausflug darstellen. Man muss wissen, dass man zu Hause einfach mal mehr links liegen lässt und sich sehr auf den Sport und die Regeneration fokussiert. Die Regeneration ist zu Hause besonders wichtig, denn man neigt dazu sich hier zu übernehmen.

Ansonsten steht einem erfolgreichen Trainingslager zu Hause nur der innere Schweinehund im Weg. Training bei miserablen Bedingungen muss man mögen, Sitzfleisch für die Rolle ist ebenfalls notwendig. Gelingt das, dann spart man eine Menge Geld und kann sich über viele entspannte Stunden im Lieblingszuhause freuen :D

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hast du das bisher schon einmal gemacht, oder ist es eine Premiere? Klingt für mich ähnlich schwierig wie “Urlaub zu Hause”, wo man ja auch immer wieder vom Alltag eingeholt wird.
    Bin auf jeden Fall gespannt wie es laufen wird.

    • Nicht das erste mal. Aber zum ersten Mal werde ich vor einem großen Event nicht vorher in den Alpen trainieren.

      Urlaub zu Hause könnte ich mir auch nicht vorstellen, aber während des Trainings werde ich alleine wegen der Anstrengungen nicht vom Alltag eingeholt. :-)

  2. Nach der Leitergeschichte und einem aktuellen viralen Infekt werde ich einige Anstrengungen unternehmen müssen um wieder in Schwung zu kommen. Da ich auf der anderen Seite eine ganze Reihe an Urlaubstagen für diverse Veranstaltungen benötigen werde (sofern dass mit dem in Schwung kommen klappt) ist kein Radsporturlaubs-Budget mehr übrig. Das “Trainingslager” zu hause wird wohl die einzige Möglichkeit sein. Ausserdem: Im Süden kann das ja jeder!

    • In deinem Fall dann aber mit Arbeit während des “Trauningslagers”? Das wäre mir zu heavy. Aber ja, de Urlaub ist begrenzt. Ich habe auf Erholungsurlaub nach der WM verzichtet, Urlaub endet dienstags nach der WM, dafür in der Vorbereitung eine Woche mehr. :-

  3. Find das cool. Wäre für mich auch eine Option. Aber ob ich das Urlaubstechnisch dieses Jahr noch hinbekomme. Wolfgang Kurschat z.B: sagte mal in einem Interview, das er unter anderem auch deshalb in die Pfalz gezogen ist, da er dort sein Trainingslager zuhause machen kann. Der Nachteil “Selbstdisziplin” ist für mich kein echter. Die muss man doch immer haben, wenn man nach Plan trainiert. Aber ja, wenn man erstmal auf der Insel ist, fährt man natürlich eher, hat ja Geld gekostet, wobei dort ist der Nachteil “Ablenkung” auch da, wenn ich so an den Strand / Pool usw. denke. Also viel Erfolg – und ich glaube das ist mehr wie eine gute Option.

  4. Mit Selbstdisziplin meine ich eben, dass die Abwechslung durch den neuen Reiz der Insel fehlt. Aber sicherlich, wer nach Plan trainiert, trainiert nach Plan und kennt das. Aber bei meinen Alpen Urlauben, hat mich die neue Gegend immer noch einmal extra gepusht.

    Jetzt müssen mich meine Ziele pushen :D

    Und Strand/Pool ist kein Nachteil, sondern einfach eine bessere Art der Regeneration. Die Haut bekommt Vitamin D und man ist relaxt, hat mehr Energie für das Training. Aber klar, ohne Selbstdisziplin fährst halt sofort zum Strand. Das würde mir aber nie passieren :P

    Für mich ist das Trainingslager @ Home auch aufgrund des Jahreshighlights ideal. Für eine Transalp Vorbereitung würden mir hier die Berge fehlen und die notwendigen Belastungen über 30-60′ am Berg. Aber mich erwarten in Finale Ligure 250hm am Stück, zu Beginn einmal 450hm und das kann ich hier gut simulieren.

    Viele Grüße
    Daniel

  5. Pingback: Daniels WM-Tagebuch Folge 96 - Coffee & Chainrings

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