Kein Nutella aufs Brot

Der Nutella Hype ist mir suspekt. Ein Auto für mehrere (Zehn-)Tausend Euro, mehrere tausend Euro für Urlaub und/oder Sportsachen aber bei den Lebensmitteln wird auf den Preis geguckt? Hauptsache billig und hauptsache viel Zucker. Wie zum Beispiel Nutella, dessen Inhaltstsoffe genauso ungesund sind wie die Arbeitsbedingungen für die (Kinder)Arbeiter auf den Plantagen.

In der Sportszene ist mir der Nutella Hype noch suspekter, denn eigentlich gehört doch Fitness und Ernährung eng verknüpft. Trotzdem landet das Nutella Brötchen überall auf den Tisch, sogar die Nationalmannschaft (oder nur einzelne Nationalspieler?) hat dafür geworben. Auf Twitter ist das Nutella Frühstück fast allgegenwärtig. Höhepunkt waren die Nutella Tweets zum #BerlinMarathon, wo Hotelketten über Twitter quasi zu mehr Nutellavorräten aufgefordert wurden.


(Sorry Michael, nichts gegen dich aber du hattest den Stein ins Rollen gebracht. Und Daniel darf natürlich beim Thema Nutella als selbsternanneter Kuchen-Minister nicht fehlen. )

Nutella ist ernährungsphysiologisch absurd

Ernährungsphysiologisch nist Nutella noch absurder als die Pasta Party von der ich schon recht wenig halte.

Das Ferrero Marketing funktioniert aber perfekt, wenn es darum geht ungesunde Lebensmittel positiv zu besetzen und für Sportler interessant zu machen. Die Kinder Schokolade mit der Extraportion Milch oder Nutella mit den tollen Haselnüssen.

Was ist wirklich drin in Nutella?

Jeder kann die Zutatenliste auf der Verpackung ansehen, mir hilft in der Regel am besten die Visualisierung der Verhältnisse. Was ist, wenn man die Bestandteile der schokoladigen Creme separiert ins Glas füllt? Dann ist nicht mehr viel mit Schokolade.

Quelle: Verbraucher Zentale Hamburg, Veröffentlichung auf Facebook.

Quelle: Verbraucher Zentale Hamburg, Veröffentlichung auf Facebook.

Und jetzt verratet mir bitte, was an der 2/3 Kohlenhydrate und 1/3 Fett Formel als Sportler Frühstück gut ist? Nichts! Schlechtestenfalls kann die Nutella Creme als Süßigkeit interpretiert werden und entsprechend behandelt werden. Warum bekommen Kinder Nutella Brote geschmiert, dürfen aber keine Süßigkeiten mit in die Schule nehmen? Wer bitte isst Schokolade oder Kekse zum Frühstück, erst Recht vor einem Wettkampf?

Das gute alte Porridge scheint hier doch wesentlich attraktiver zu sein.

Nutella ist nicht sozialverträglich

Abgesehen davon ist Ferrero als Hersteller ziemlich umstritten, was die Resourcengewinnung angeht. Unabhängig davon, ob Nutella teurer als die Aldi/Lidl/etc Hausmarke ist, bleibt Nutella im Vergleich zu sozialverträglicheren Produkten Billigware.

Und Billigware greift in der Regel auf billige Ressourcen zurück, die leider auch immer mit schlechten Arbeitsbedingungen bei der Ressourcengewinnung verknüpft sind. Die Kakaoernte und Haselnussernte stehen genauso im Verdacht der Kinderarbeit wie die Kaffeeernten. Nicht umsonst unterstützen wir Coffee Circle mit ihrem sozialverträglicheren Kaffee.

2015 hatte das Greenpeace Magazin zuletzt berichtet, dass Ferrero von Kinderarbeit profitiere. Greenpeace schreibt in dem Artikel von sklavereiähnlichen Zuständen auf den Kakaoplantagen und nennt die Schokolade schmutzig. Ferrero antwortete seinerzeit mit einer Missbilligung von Kinderarbeit, die Vorwürfe konnte das Unternehmen nicht entkräften. Nutella ist leider kein Einzelfall.

Warum Nutella? Warum billig?

Wenn ich diese Nutella Tweets lese, dann stelle ich mir immer zwei Fragen:

1. Warum spare ich an meiner Gesundheit?
2. Warum muss es bei Nahrung immer billig sein?

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, was er/sie isst und was nicht. Aber ich frage mich immer, warum man soviel Geld in Konsumgüter investiert aber bei Nahrungsmitteln auf jeden Cent schaut. Warum ein Fahrrad für mehrere tausend Euros, Laufschuhe für mehrere hundert Euros oder ein neues Auto aber die Schokocreme für 99 Cent oder das Glas Nutella für 2,69€? Warum nicht 5€ für eine Bio-Schokocreme, die zumindest sozialverträglicher ist.

Warum eine Laufbandanalyse? Warum barfuß laufen? Warum Leistungstest? Warum Trainingsplanung? Wenn man dann bei der Gesundheit spart und sich kiloweise über das Jahr mit einer Droge vollpumpt, die nachweislich mehr krank als gesund macht.

Wir beschäftigen uns ebenso gerne mit dem Thema Kaffee, ein vergleichbares Thema. Während die günstigen Kaffeesorten qualitativ schlecht sind und die Arbeitsbedingungen mit denen auf Kakaoplantagen vergleichbar sind, gibt es Initiativen wie Coffee Circle die für eine sozialverträglichere und qualitativ hochwertige Rohstoffverarbeitung stehen. Bei einem Kilopreis von 25-35€ (je Kaffeesorte) bleibt am Ende mehr für alle.

Ich bin gerne bereit für gute Lebensmittel mehr zu bezahlen. Ein vielfaches mehr, denn unsere deutsche Lebensmittelmentalität (Gekauft wird, was im Angebot ist) ist verkehrt! Da spare ich lieber am Auto, am Rad, an den Klamotten als mir ein Palmöl-Zuckergemisch mit Haselnüssen aufs Brot zu schmieren, dass mich langfristig eher krank macht und zudem weniger Rücksicht auf die Umwelt nimmt.

Positive Beispiele gibt es auch

In meinem heutigen Artikel musste die Twitter Community etwas “bluten”, ich hoffe ihr nehmt mir die Einbringung der Tweets von oben nicht übel und seid nicht nachtragend. Ich mag euch trotzdem. :-)

Positive Beispiele habe ich auf Twitter mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen. Auf Anhieb fällt mir Lauf_Lou ein, die zwar auch von “Nutella” spricht aber was anderes meint und eine gangbare Alternative isst. Ernährungsphysiologisch nicht wesentlich besser aber meiner Meinung nach sozialverträglicher.

https://twitter.com/lauf_lou/status/756720856475262976

Ich würde mir wünschen, wenn der ein oder die andere nach diesem Artikel im Supermarkt beim Einkauf kurz innehält und vielleicht statt dem großen Ferrero Glas Nutella lieber eine kleinere Bio-Altenative wählt. Bestenfalls aus Zartbitterschokolade und ohne Milchprodukte. Fairtrade.

Meine Empfehlung ist ganz auf industrialisierte Schokocremes zu verzichten und stattdessen dieses Rezept nachzumachen.

Fazit

Zum Abschluss bleibt die Hoffnung, dass ihr mir die harten Worte verzeihen könnt und euch nicht auf den Schlips getreten fühlt. Ich möchte niemanden beleidigen oder angreifen, sondern viel mehr Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt schaffen.

Auf ein Handy oder Computer kann man nicht so einfach verzichten aber bei Lebensmitteln ist mit einer kleinen Umstellung vielen auf einmal geholfen: Wir tun uns selbst etwas Gutes und gleichzeitig helfen wir die Welt ein kleines bißchen besser zu machen.

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

16 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Daniel,

    ich habe den Artikel grinsend gelesen, kämpfe ich doch daheim mit gleichen Argumenten gegen 3 Nutella-Mädels. Meistens gewinne ich mittlerweile und im Korb landet eine von den dunklen Bio- & Tradefair- Alternativen. Vielen Dank für den Link auf das Rezept, mal schauen, was die Girls dazu sagen…

    • Das Problem ist ja die Gewöhnung an einen bestimmten Geschmack. Nutella schmeckt nicht besser als XYZ, sondern man ist einfach an diese Note mehr oder weniger gewöhnt. Der Umstieg auf Sojamilch/Reismilch war bei uns anfangs auch immer mit einem Vergleich und einer Bewertung zu Kuhmilch verbunden, davon muss man sich frei machen. Natürlich bei Kindern noch schwerer aber hier helfen auch Erklärungen über die Ursachen meiner Meinung nach, denn neben einem guten Geschmack ist ja ein gutes Gefühl auch (mit)entscheidend.

  2. Die Frage der Ethik/Sozialverträglichkeit muss man glaube ich gar nicht groß diskutieren. Es gibt “bessere” (aka “weniger schlechte”) Alternativen, da gibt es keinen Grund diese nicht zu nutzen außer einem “ja, aber ist so, war schon immer so und soll deswegen auch so bleiben. Basta”.

    Bei der Ernährungsphysiologie ist es immer eine sehr persönliche Frage, aber ich denke nicht dass man sich etwas dadurch kaputt macht. Ja, vielleicht könnte man ein wenig bessere Ergebnisse erzielen, wenn man die Ernährung mehr optimieren würde, aber ich kenne genug Leute denen diese Verbesserung nicht so viel wert ist wie der (vermeintlich) ungesunde Gaumenschmaus.

    Ein relativ extremes Beispiel hatte ich da bei einem Ultra, wo sich einer nach 56km Laufen durch den Wald quasi auf der Ziellinie eine Kippe angezündet hat. Natürlich habe ich ihn komisch angesehen, und vielleicht wäre er ohne Kippen schneller durch den Wald gelaufen, aber er ist offensichtlich fitt und sagt er kann und möchte beides genießen. Mein Fall wäre es nicht, aber wer kann es ihm verübeln?

    • Oh du hast mich falsch verstanden. Ich habe nicht behauptet, dass man mit ungesunder Ernährung schlechter im Sport ist, sondern seine Gesundheit mit Füßen tritt.

      Oder meinst du rauchen ist gesund? Und genauso wenig ist Zuvkerkonsum gesund und führt langfristig zu schlechterer Gesundheit. Kurzfristig vielleicht leistungstechnisch nicht bemerkbar.

      • Nein nein, ich denke es ist hinreichend belegt das sowohl Rauchen als auch erhöhter Zuckerkonsum schädlich für die Gesundheit und damit auch wenigstens langfristig schädlich für die Perfomance ist.

        Ich kenne aber genug Sportler die diese Schädigung mehr oder weniger bewusst in Kauf nehmen. Also so nach dem Motto “Ich tue durch den Sport meinem Körper schon so viel gutes, da kann ich mir als Ausgleich auch den Zucker (etc) gönnen”.

        • Und das ist eben mein Problem. Warum schadet man sich bewusst? Ich spring doch auch nicht aus dem Fenster, um mir weh zutun.

          Ich kaufe mir doch auch keinen neuen Fernseher mit einer Röhre, weil die Technik und das Wissen sich verändert haben.

          Aber bei der Ernährung bleibe ich aus Bequemlichkeit hinterm Mond, quäle mich aber zu neumodischen HIIT Intervallen und Einlegesohlen für die bessere Körperperformance? Der Kreis schließt sich für mich nicht.

          • Hat glaube ich was damit zu tun, das wir Menschen eben keine rein rationalen Wesen sind, sondern auch Gefühls- und Genusswesen.

  3. Ich denke Nutella ist ein wenig zum Symbol dessen geworden was man sich durch den “Sport” verdient, was ich persönlich auch mehr als legitim finde, ich bin auch Kuchenjunkie.
    Wichtig(er) finde ich aber den Verweis auf die soziale Komponente, es gibt inzwischen so viele Alternativen, und wie du schon richtig sagst, sollte bei einem Luxusgut auch der Euro nicht entscheidend sein.

    • Aber warum ist der “Lohn” eine Schädigung der Gesundheit? Als Maler schneid ich mir doch als Lohn nicht selbst in den Finger (:

      Ich versteh das rein emotional schon. Aber warum ist die Belohnung nicht was extra besonderes wie frische Medjoul Datteln (eine Geschmacksexplosion) oder andere tolle Lebensmittel sondern eben Zucker mit Fett zur Pampe verrührt.

  4. Bei uns übernachten relativ häufig die Freunde/Freundinnen unserer kleinen Tochter und viele sind immer ganz überrascht das wir beim Frühstück weder über Weißbrot, noch über Nutella verfügen. Deine Mission wirst Du also vermutlich noch an Deine Tochter vererben können.
    Aber es ist innerhalb der letzten 10 Jahre schon ernährungstechnisch besser geworden.
    Es ist Teil eines gesellschaftlichen Wandels und sowas dauert halt nun mal. Das ist auch nicht schlimm, denn historisch sind radikale Veränderungen eher selten gut ausgegangen.
    Das ist auch schon das Stichwort: mir ist das alles eben viel zu radikal. Ja Rauchen ist schlimm. Und ja Zucker ist nach stand der aktuellen Wissenschaft auch schlimm.
    Und!? Die meisten Leute die hier lesen oder in Deiner Twitterfilterblase sind, gehören ja eher schon zu denen, die eher gesundheitsbewusst und ökologisch Denken. Denen implizit zu sagen ” Ihr müsst es noch besser machen” ? Ich weiß nicht.
    Keiner ist perfekt, aber insbesondere die Community hier und bei Twitter macht viel richtig.
    Wo will man denn die Messlatte anlegen? Du verzichtest auf ein teuereres Auto zu Gunsten von hochwertigen,sozial und ökologisch guten Essen?
    Ich fahre ein vergleichsweise moderneres Auto, fahre damit im Jahr weniger km als Du allein zu Deinen Rennen zurücklegst. Was ist jetzt sozialökokolisch besser? Wenn ich mir durch -im Vergleich zu Dir- gesundheitlich schade oder einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlasse? So eine Diskussion halte ich für schwierig.
    Ich erkenne Deinen Punkt, aber das ist mir zu kurz gegriffen und eben zu radikal.
    Auch die Ansprechhaltung ist mir da zu missionarisch, auch wenn ich weiß das Du das nicht so meinst.

    Ich halte es für das Beste wenn jeder sich im Rahmen seine Möglichkeiten Mühe gibt und über sein Handeln etwas nach denkt.
    Wenn einem dabei seine Nutellaschnitte hilft: Bitte sehr. Das ist nicht der Untergang.
    Die prinzipielle Ernährungserziehung ist nicht so sehr für Leute wie uns wichtig, die sich 4000€ Bikes leisten können.
    Man muss den Menschen auch mal ihre Fehler lassen können, insbesondere wenn sie sich ansonsten Mühe geben alles richtig zu machen.

    Bei der Frage, warum man sich teure Bikes und Schuhe kauft, aber trotzdem nicht auf Zucker verzichtet kann ich Dir helfen: Sich tolle Sachen zu kaufen macht nun mal Spaß. Verzicht macht nun mal keinen Spaß.

    Ansonsten:
    Ich esse kein Nutella.
    Für den Genuss kaufe ich teure Schokolade, wenn ich einmal alle 2 Monate an der Tanke nen Billoschokoriegel kaufe, weine ich mich danach aber auch nicht in den Schlaf.

    • Auf deinen Kommentar habe ich eigentlich gewartet ;-) Ich möchte natürlich nicht missionieren und warum ich gerade die tolle Twittercommunity mit dieser schwerverdaulichen Kost anspreche liegt daran, dass andere Gesellschaftsteile da viel hoffnungsloser sind. Dabei ist meine primäre Forderung “Nutella gegen die sozialverträglichere Variante zu tauschen” gar nicht so radikal finde ich. Wenn man, so wie du ja auch, die Herkunft der Creme berücksichtigt, dann sollte das moralisch gesehen gar keine Diskussion geben.

      Mit denen Öko-Daumenabdruck hinkst du aber etwas, da nicht nur das Auto fahren eine Rolle für die Belastung der Umwelt steht, sondern auch ach – zum größeren Teil – die Ernährung. Alleine was für Milchzucker und Co. für einen Fußabdruck hinterlassen. Oder kennst du Kühe, deren natürlicherer Lebensraum die Wüste ist? Aber es ist klar was du meinst, dass “mein Spaß” generell auch seine Schädigungen mit sich bringt. Darüber bin ich mir bewusst, deswegen ja der Einwand das bei der Ernährung für sich und andere etwas Gutes tun kann, wenn man hier Kleinigkeiten verändert. Auf PC, Handy, etc. zu verzichten – die ebenfalls weder sozial- noch umweltverträglich sind – ist eben nicht so einfach möglich.

      Der Zuckerpunkt war untergeordnet und ist halt eher im Hinblick auf den Wettkampf (wo die Diskussion über Nutella entstand) gemünzt, da einfach die KH-Fett Formel alles andere als gutes “Carboloading” ist. Das man sich generell was gönnen soll und nicht verzichten muss, dass lebe ich ja auch vor. Aber ich habe halt den Punkt überwunden, wo ich den Schokoriegel von der Tanke als Belohnung empfinde und sehe da viel mehr meine gesundheitlichen Nachteile, währenddessen ich die rohe Schokolade (85-90% ich gesüßt, manchmal sogar mit Zucker) genießen kann. Gleiches gilt eben für Datteln und Co. Ich bin Ken Genussfeind und der Artikel ist auch keine Schelte gegen den Genuss. Genuss ist aber mehr, als die obergezeigte Abbildung :)

      Wir sollen nicht aufhören zu genießen, sondern gewohnten Genuss hinterfragen. Natürlich gibt es auch Menschen, die auf LSD-Trips abfahren und diesen Genuss nicht aufgeben möchten (Ich höre gerade Rio Reiser S**T Song – zu empfehlen :p). Aber sind wir nicht 2016 weiter und können bessere Belohnungsmodelle? Sie müssen ja nicht radikal sein, wobei ich “Probleme” lieber bei der Wurzel anpacke als nur die Blüte abzuschneiden. Aber gut, deswegen wächst der Schnittlauch bei uns auch nie so gut. :-)

  5. Nutella gegen superduper Ökovariante ist natürlich nicht radikal.
    Wie gesagt tut sich da auch was.
    Ich meinte das eher allgemein mit Deiner harter Haltung gegenüber Zucker oder Milch.
    Ich glaube nicht das es was bringt Leute ständig auf ihr “Fehlverhalten” hin zu weisen. Die Community weiß das alles im Prinzip eh selber, sie hat sich nur entschlossen ab und zu mal Fünfe gerade sein zu lassen und das kann man auch mal unkommentiert stehen lassen.

    Es demotiviert doch eher wenn man sich Mühe gibt möglichst viel richtig zu machen, man dann aber was vergleichsweise Belangloses wie Nutellaschnitten um die Ohren gehauen zu kriegen.

    Klar leben Kühe nicht in der Wüste, aber wir haben u.A. mehr Wüste durch mehr Autoabgase und schon gibt es wieder eine kleine Kausalität.
    Wobei ein paar kleine Mountainbiker da ohne frage nicht das große Problem sind.
    Ich hab da keinen Einblick aber Soja wird ja nun auch nicht gerade regional in vorzeigbaren Mengen hergestellt.

    Sich auf die eh schon halbwegs Bekehrten zu kaprizieren, weil die breite Gesellschaft da hoffnungsloser ist, ist doch so ziemlich das Gegenteil von “Problem bei der Wurzel packen”.
    Du darfst eben nicht aus den Augen verlieren das für viele die Belohnung eben anders definiert wird als von Dir. Vielleicht sind sie noch nicht so weit und vielleicht verschrecken solche Haltungen auch Leute mit Potenzial.

    Achtung jetzt folgt starke Überspitzung als dramaturgisches Mittel:
    Du willst kein Genussfeind sein, aber Du willst definieren was Genuss zu sein hat,und beanspruchst da implizit eine Deutungshoheit.
    So funktioniert das glaube ich nicht gut.
    Einfach nur gutes Vorbild sein hilft da mehr. Das meinetwegen auch offensiv, aber ohne erhobenen Zeigefinger.

  6. Pingback: Lieblingsblogs Folge 43 - Coffee & Chainrings

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