Wie sehr willst du es?

Wie sehr willst du es? Angenommen es regnet in Strömen, es ist windig (natürlich nur von vorne) und trotz Sommer verdammt frisch. Wie groß ist deine Bereitschaft dein geplantes Training durchzuziehen? Ich kann bei mir alles auf die Frage “Wie sehr willst du es?” reduzieren.

Ich gebe nicht auf. Das Wetter interessiert mich nicht. Die Reihe an negativen Motivationen ließe sich endlos weiterführen aber mittlerweile fällt es mir immer schwerer überhaupt beispielhafte negative Motivationsziele zu kreieren. Ich lese sie trotzdem immer wieder in meiner Timeline. Und wie schnell die Botschaft sich im Kopf verändern kann, könnt ihr über meine kleine Visualisierung erkennen. Und schon bleibt man im Bett oder auf der Couch, hat einen wichtigen Termin oder man fühlt sich doof.

5:25 Aufstehen, 6:00 Kaffee trinken und Socialmedia Krams machen. Umziehen bis auf die Regenschicht. Frühstück um 06:30 und dann geht es um Punkt sieben für mich raus in ein Fahrtspiel. Es wird kalt sein. Es wird regnen. Es wird auch windig sein. Na und? Ich habe Ziele in dieser Saison und wie viel diese mir bedeuten spiegelt sich in meiner Bereitschaft für mein Training wieder. Ich muss um 11 Uhr arbeiten und deswegen auch mal zu ungewohnten Methoden greifen und meine Morgenroutine für ein oder zwei Tage aussetzen.

Stay focused - wie sehr willst du es

Wie sehr willst du es?

Bei Sonne und warmen Wetter ist die Motivation groß auch am frühsten morgen zu trainieren. Aber wenn die Tage wieder kälter und nasser werden, dann kommen die “faulen” Ausreden. Und sie sind absolut nachvollziehbar. Denn natürlich muss man seine Motivation hinterfragen und überprüfen, ob die Ziele sich nicht auch ohne das Training erreichen lassen.

Wie sehr willst du es? Wie groß ist die Bereitschaft Grenzen zu verschieben? Wie überzeugt bist du von deinen Zielen und Plänen? Wie weit willst du dafür gehen?

Ich könnte mich auch auf die Rolle setzen und bei Raumtemperatur mein Programm abspulen. Aber wer sagt mir, dass es in Hamme trocken sein wird? Oder das ich beim P-Weg Marathon nicht auch 10 Grad statt 20 Grad haben werde? In Gulbergen haben mich die Temperaturen unter 10 Grad in der Nacht fertig gemacht. Ich war es nicht gewohnt.

Ich kann das schaffen. Ich kann meine Ziele erreichen. Ich will das auch. Und wenn mir Zweifel kommen, dann frage ich mich stets zuerst: Wie sehr will ich es?

Mentale Fitness ist die Grundlage eines erfolgreichen Trainings

Wenn dein Kopf nicht bereit ist. Wenn du es nicht so sehr willst, dann werden deine Trainingsreize auch nicht so vom Körper angenommen. Dein Kopf, dein Inneres bestimmt deine Bereitschaft für dein Training. Wenn du dir darüber bewusst wirst, hast du den ersten Schritt richtig gemacht.

Mentales Training ist mindestens genauso wichtig wie das sportspezifische. Wie sehr willst du es wirklich? Deine Leistung verbessern? Deine Ziele erreichen?

Das schöne ist, dass man seine mentale Stärke genauso trainieren kann wie seine sportliche Ausdauer. Und das mentale Stärke, wie sportliche Ausdauer auch in anderen Lebensbereichen vieles zum positiven verändern kann.

Teste es selbst. Formuliert eine positive Botschaft an euch und streicht dafür das negative Pardon. Streicht ich werde nicht verschlafen und probiert es mit ich stehe pünktlich auf. Teilt mir euren Eefolg mit. Ich bin gespannt.

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Finde es echt bemerkenswert wie du das alles durchziehst, nichts verschoben wird und du so an deinem Plan und deinen Zielen festhälst. Wenn ich so etwas lese bin ich echt immer begeistert wie man sich mit ein paar Worten selbst so motivieren kann.
    Ich selbst bekomme das leider überhaupt nicht hin, auch wenn ich genau weiß das ich dann viel schneller besser werden würde und bei Rennen weniger leiden müsste. Die letzten 2 Tage kam leider wieder das “schlechte” Wetter dazwischen :)

    • Ach, verschieben tue ich auch. Und manchmal habe ich auch keine Lust. Manchmal kommt die Lust auch erst, wenn ich auf dem Rad sitze.

      Aber trotzdem kann immer alles auf die Frage “wie sehr will ich es” reduzieren. Wenn ich einen Tag mal nicht nach Plan durchziehe, dann weil ich nicht will. Natürlich ist auch ein Verschieben des Trainings nicht unbedingt immer gleich eine Abweichung von den Zielen.

      Aber gerade dann, wenn es schwer wird, dann hilft der Fokus auf die Ziele und die Frage willst du es (wirklich)?

  2. Wie sehr will ich es? Auf diese Frage reduziere ich meine sportlichen Ambitionen tatsächlich selten, aber in Wirklichkeit ist genau das der Treiber dahinter.

    Ich habe weder fürs Rad noch fürs Laufen wahnsinnig viel Talent – mein Körper ist dafür etwas robuster und spricht auf Training relativ schnell an, das sind Vorteile im Sport. Dafür bin ich, was Ernährung betrifft, relativ chaotisch unterwegs (da will ich etwas anderes) … aber wenn ich eine meiner Stärken im sportlichen, im privaten und im beruflichen zusammenfasse, dann ist es die Bereitschaft etwa durchzuziehen, Schmerz durchzustehen, den Willen zu zeigen … eben Disziplin.

    Ich habe vor ein paar Jahren nebenberuflich studiert – 4 Jahre lang, fast jeden Abend nach dem Job noch lernen. Am Wochenende ins Studienzentrum und neben Job und Familie für Klausuren büffeln oder Diplomarbeit schreiben. Ich habe das Ding durchgezogen und auch noch sehr erfolgreich, nebenbei ein Blog geschrieben und so viele Motivationstäler überstanden.

    Im Sport ist es ähnlich, wenn ich das Ziel im Blick habe, verfolge ich es. Nicht immer mit hoher Intensität, das nehme ich mir raus um ein Gleichgewicht zu schaffen. Aber mit der Disziplin etwas durchzuziehen. Letztes Jahr die MSR300 und den Zugspitz Basetrail innerhalb weniger Wochen … oder bspw. dieses Jahr Rad am Ring, Frankenwald Radmarathon und Berlin Marathon.

    Ich will das! Und ich sehe mich beinahe täglich durch das Brandenburger Tor laufen – jubelnd!

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