#Trainingstagebuch Woche 23 (04.04 – 10.04)

Guten Morgen. In der vorerst letzten Ausgabe meines Trainingstagebuchs gibt es wenig zu berichten. Seit Dienstag steht der Körper still. Krankenhaus statt Saisonauftakt in Kellerwald, Frustration statt Vorfreude. 23 Wochen für die Katz?

mein_trainingstagebuch

Ganz so pessimistisch sehe ich das nicht. Meine Vorbereitung verlief mit Ausnahme meines körpereigenenen Fehlers gut und die Grundlage passt. Ich bin in soweit optimistisch, dass ich nach Diagnose, Therapie und Diät (bei +13kg mittlerweile) in diesem Jahr noch sportlich aktiv werden kann. In welchem Umfang und mit welchen Zielen wird sich zeigen.

Die Marathons im April und Mai sind abgesagt, hinter dem 24h Rennen in München steht ein – nach Tagesform – kleines bis ganz großes Fragezeichen. Aber so sehr beschäftigt mich das ganze auch nicht.

Körper flicken

Neben der Stoffwechselerkrankung war ich auch noch bei der Physio wegen meines Beckens und der Kraft Dysbalanace mit der Erkenntnis, dass mein Becken nicht die Ursache dafür ist und das ich schief auf dem Rad sitze quasi auf die Kraftdysbalance zurückzuführen ist. Die wiederum betrifft die ganze linke Körperseite.

Inwieweit das mit der Stoffwechselerkrankung zusammenhängen kann, gilt es genauso zu untersuchen wie mögliche kardiologische Erkrankungen auszuschließen. So wie es ausschaut wird der Aufenthalt in der Uniklinik etwas länger.

Ich erspare euch jetzt alle möglichen Hypothesen und werde dann besser über Fakten sprechen.

Statistik

Leider bin ich aus der Sally Challenge raus. Zum einen fehlt die Lust auch dazu, zum anderen sorgte mich die Tatsache, dass ich abrupt 30sek verloren habe und nach einem guten Start (0:56, 1:01) auf einmal nach 30 Sekunden nicht mehr konnte. Das Zeichen gepaart mit der Unlust bedeutete für mich das Sally aus. Ich hoffe ich kann euch nach meiner Genesung zu einer weiteren Sally Comeback Challenge begeistern. Es wäre mir eine Freude.

1 Radeinheit am Montag, die sich gar nicht schlecht anfühlte. Aber ab Dienstag fehlte die Lust und seit Donnerstag bin ich sowieso durch den Wind. 2 Läufe (5km, 7km) gab es seitdem, die aber auch während der Einheit nicht die gewohnte Stimmung erzeugten.

Fazit

Denkbar blöder Zeitpunkt der Abbruch meines Trainings zum Saisonstart. All die Qualen im Winter bei miesen Wetter und jetzt, wo die Sonne scheint habe ich keine Lust mehr. Während ich bei -6 Grad gut gelaunt am frühen Morgen los lief, ist meine Stimmung bei 18 Grad und Sonne bestenfalls noch neutral.

Ja, ich bin gerade enttäuscht. Nein, ich bin nicht hoffnungslos. Mein Grundoptimismus ist vorhanden und ich werde niemals aufgeben. Aber in der aktuellen Situation ist ein bißchen Frustration erlaubt, alles andere wäre doch wohl noch eigenartiger oder?

Veröffentlicht von

2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es steht und fällt bei uns Sportlern eben alles mit der körperlichen Leistungsfähigkeit und die können wir nicht erzwingen. Das ist oft schwer zu akzeptieren, aber gegen den Körper trainieren kann nicht funktionieren.
    Ich drücke dir die Daumen, dass der Reboot gut läuft und du dann wieder durchstarten kannst.

    Gruß
    Sascha

  2. schließe mich hier dem Sascha an, Dein Körper gibt Dir bereits die Signale einmal etwas kürzer zu treten. Ich konnte im Jan/Feb auch kaum bis gar nicht trainieren und hatte währenddessen auch keine Motivation dies zu ändern. Irgendwann findet Dich die Motivation wieder und Du kannst mit Spaß an der Sache rangehen.

    Wenn Du jetzt eh schon übersättigt und kraftlos bist und Dir selbst noch so viel Druck auferlegst, dann führt das zwangsläufig zu Unzufriedenheit. Sei froh, dass jetzt endlich das Problem behandelt werden kann und sieh die Auszeit als Anlauf für die zweite Jahreshälfte.

  3. Viel Mühe und dann das – ich kann das gut nachvollziehen, allerdings war dein Training auch nicht vergebens. Als ich am Sonntag nach 3 Wochen Pause auf dem Rad saß, war das deutlich weniger schlimm als ich dachte. Das Grundlagentraining verschwindet zwar irgendwann wieder, aber aktuell ist das Niveau ja hoch.
    Ich denke der größte Anreiz für Dich wird sein, wenn Du wieder die Lust zum trainieren findest … diese Frustsituationen kennen wir alle, was war ich letzten Sommer genervt. Im Job massiv Druck und null Bock auf den Marathon … das war kein Spaß, dann kam noch die Hüfte dazu … da war der Ofen aus.

    Ohne Spaß sind die Mühen als Hobbysportler vergebens. Nicht jede Einheit muss Spaß machen, aber man muss einen Sinn in dem sehen, was man tut … das wünsche ich Dir, dass dir das bald wieder passiert.

  4. Ich glaub die Frustration ist krankheitsbedingt. Weil bisher hatte zumindest noch nicht die Lust gefehlt, erst mit der Krankenhaus Einweisung.

  5. Mir fehlt oft die Lust zum Training, wenn ich die Wochen davor zu viel gemacht habe. Auch wenn ich es nicht wahrhaben will, der Körper braucht Regeneration, v.a. wenn er nicht ganz auf der Höhe ist. Zwingen bringt nichts. Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder auf dem Damm bist, Daniel.

  6. Danke Claude,

    Ich glaube aber es mangelte meinem Körper nicht an Regeneration. Es ist ja nicht so, als hätte ich an den im Trainingsplan als trainingsfrei gekennzeichneten Tagen auch trainiert oder als hätte ich nicht alle drei Wochen eine Regenerationswoche eingeschoben.

    Und bisher fehlte mir in den vergangenen 22 Wochen nie die Lust zum Training, egal wie stressig der Alltag manchmal war. Aber selbst der Alltag ist kein Grund, da die Verschlechterung während der Elternzeit eingetreten ist und die berufliche Belastung dadurch nicht gegeben war und trainiert habe ich in der Zeit trotzdem nicht mehr.

    Ich bin mal gespannt, was der Aufenthalt im Krankenhaus bringt.

  7. Das hört sich alles nicht so gut an.. aber blick’ einfach weiter nach vorne!

    Konzentriere dich jetzt erstmal darauf wieder gesund zu werden und wenn das gegeben ist, steig’ wieder in dein Training ein. Versuch einfach nicht über deine Fitness etc nachzudenken.. wenns im Kopf stimmt, klappts auch physisch!

    Ich drück dir die Daumen, dass es bald wieder aufwärts geht.. und behalt mal im Hinterkopf, dass viele Leistungssportler nach einer Zwangspause meist stärker zurückkommen als sie vor der Unterbrechung waren ;)

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