Die F-AS-T Formel – Was erfolgreiche Sportler anders machen

Was erfolgreiche Sportler anders machen? In meinem Fall ist das schon mal klar, was sie anders machen: Sie werden vermutlich trainieren. Nach 2014 lief auch 2015 sporttechnisch eher mau mit teilweise einstelligen Monatstrainingstunden. Für 2016 sollte jetzt definitiv besser werden und da waren alle Bücher die auch nur im Ansatz nach Motivation und Erkenntnisgewinn klingen willkommen.

Das Buch wurde ja schon in diversen Blogs behandelt, ich habe vorsätzlich erstmal gar nichts davon gelesen, weil es mir sympathischer ist, es komplett unbedarft zu lesen. Ich werde das aber bestimmt teilweise nachholen.

Die F-AS-T Formel im Überblick

Die F-AS-T Formel ist sehr schön übersichtlich gestaltet und aufgebaut. Man kann es gut in einem durchlesen, findet aber auch bei Bedarf schnell Stellen wieder die man nochmal nachschlagen will. Das ist für mich bei Sachbüchern ein wichtiges Kriterium. Bei vielen andern Bücher hat mich allein das Layout schon zur Verzweiflung getrieben. Zum Beispiel so launige Designerselbstverwirklichung wie graue Schrift auf schwarzen Grund.

Was ist die F-AS-T Formel?
Die F-AS-T FORMEL ist die Formel für Leistungsentwicklung. F-AS-T steht dabei für: F = Fettstoffwechsel, AS = allgemeine Stabilität und T = Topleistung im Wettkampf und deckt damit alle Bereiche der sportlichen Leistungsentwicklung ab. (Zitat aus www.dr-feil.com)

Ernährung bei der F-AS-T Formel

Der Ernährungsteil bot für mich teilweise bekannte, teilweise neue Erkenntnisse. Insbesondere der Teil über Gewürze fand ich sehr interessant. Für mich wurde auch endlich klar, woher die ganze Rote Beetesafttrinkerei ihren Ursprung haben könnte, die vor ca. 1 Jahr bei vielen Sportler Einzug erhielt.

Ich bin eigentlich was Nahrungsmittel angeht schon experimentierfreudig, aber bevor ich mir mir 1L pro Tag von dem Saft reindrehe, bleib ich lieber schlecht. Ich habe brav die Saftflasche geleert und den Teil für beendet erklärt. Frische rote Beete an sich als Salat finde ich aber super.

Dr. Feil verpasst in seinem Buch auch der Apfelschorle und der Banane, womit ich quasi sportlich sozialisiert worden bin, den Todesstoß. Wie die meisten Sachen wird das aber nachvollziehbar begründet.

Allgemein interpretiere ich die Ernährung nach Dr. Feil als tldr: relativ wenig Kohlehydrate, relativ wenig Obst, viel Gemüse, Fisch, Rohmilchprodukte und Fleisch.

Der mittlerweile legendäre Gewürzquark ist echt OK, auch wenn ich mich dran gewöhne musste, das Quark eine Mahlzeit ist und nichts was man sich nur auf Ofenkartoffeln haut.

Unabhängig von der F-AS-T Formel habe ich schon im Dezember mit Lowcarb angefangen. Es funktioniert für mich extrem gut, ist aber etwas aufwändiger und teurer. Auch für Kinder sind viele Rezepte eher nicht so erfolgreich. Dadurch kochen wir teilweise zweigeleisig, was den Aufwand noch erhöht.

Das Training bei der F-AS-T Formel

Die Kapitel über Stabilität, Aufwärmen, Dehnen etc. sind zur Komplettierung gut, aber ich denke das jeder halbwegs ambitionierte Sportler sowas kennt. Auch hier gilt aber wieder: anschaulich erklärt.

Beim Training an sich kennt man auch schon viel aus Büchern wie z.B. Joe Friel, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Mir hat Daniel schon länger mit dem nüchtern trainieren in den Ohren gelegen. Dank Dr. Feil hab ich`s dann auch mal probiert. Fazit: Ist für mich schlimm, geht aber mit der Zeit. Allen Leuten die wie ich ohne Essen nie das Haus verlasen, empfehle ich das erstmal auf der Rolle zu machen. In freier Wildbahn hätte ich da meine Probleme gehabt. Nach ca. einer halben Stunde, fühlte sich beim 1. Mal alles schon fies nach Hungerast an.

Die Werbung im Buch

Empfohlen werden auch die Ultrasportsprodukte von Dr. Feil, aber in einem sehr angemessenen Rahmen der Eigenwertung, also nicht so das man`s auf jeder 2. Seite ins Gesicht gehauen bekommt. Werbung darf sein, wenn halbwegs dezent ist. Um dies zu honorieren, habe ich mir mal ein paar Produkte geordert. Hierzu kann ich umfänglich noch nicht viel sagen, kann aber das Chilisan zum Einreiben echt empfehlen.

Gleiches in Punkto Werbung gilt für die Liste der erfolgreichen Sportler mit denen man zusammen arbeitet. Wer so eine Liste hat, darf sie ruhig auch mal rausstellen.

Fazit

Insgesamt finde ich die FAST Formel auf jeden Fall empfehlenswert. Ich habe mir auf eigene Kosten ein weiteres Buch von Dr. Feil bestellt.

Ich bin immer etwas beschämt zusammen gezuckt, wenn immer „der trainierte Sportler“ angesprochen wird, weil ich grad alles andere als das bin. Meiner Meinung nach ist aber mindestens so gut für Lappen wie mich geeignet, die wieder in den Sport einsteigen wollen. Die Funktionsprinzipien sind ja weitestgehend gleich, nur auf anderem Niveau.

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[su_note note_color=”#e1e1e1″]Hinweis
Das Rezensionsexemplar wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.[/su_note]

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Mir ging es eigentlich ähnlich wie Dir, neben dem Buch hab ich wegen meiner Hüftprobleme noch das Buch über Gelenkprobleme und einige Sachen sind wirklich bei mir in den Alltag übergegangen.

    Der Lowcarb-Versuch war bei mir nach 1 Monat zu Ende, wie letztes Jahr auch. Letztlich wird mir zwar jedes mal klar wie “abhängig” ich von Zucker bin, aber ich kann mich so schlecht trennen. Witzigerweise habe ich diesmal auch gar nichts abgenommen im Gegensatz zu letztem Jahr … was sicher auch am mauen Sportpensum liegt.

    Die Entzündungshemmende Ernährung und die Ansätze aus der F-AS-T Formel finde ich interessant aber ich bin auch kein Extremist, ich picke mir ein paar Sachen raus und nutze die. Was ich tatsächlich gerne esse ist das Eiweiß-Müsli von Feil, was man bspw. nicht haben muss ist die fertige Gewürzquark-Gewürzmischung, das geht tatsächlich leichter selbst gemacht.

  2. Low Carb ist eine gute Sache. Ich habe es wieder einmal 10 Wochen durchgehalten und gut abgenommen. Warum ich dann im Trainingslager wieder komplett auf High Carb umgestellt habe, ist die Angst, nicht genug trainieren zu können.
    Selten dämlich von mir.
    Außerdem bekam ich nach zwei Tagen einen dicken, schmerzhaften Knöchel, der mir hinterher als Gichtanfall diagnostiziert wurde.
    Angeblich könnte das an der Ernährungsumstellung von Low auf High gelegen haben.

  3. Ich adaptiere auch weder die Fast noch die Lowcarb-Sache 1:1. Jetzt ist Spargelzeit und da mag ich gerne Kartoffeln dazu.
    Aber viele Sachen mag ich wirklich gerne. Wir essen als Beilage mittlerweile sehr oft so Bratlinge aus Haferflocken,Eiern, Zuccini und Möhren, die bin ich immer noch nicht leid.
    Erstaunlicherweise komme ich mit Lowcarb besser zu recht als meine Frau, die zumindest wenn sie Sport macht Brot oder Kartoffeln, Reis etc essen muss.
    Durch das Fast Formel Buch habe ich z.B. Kurkuma für mich entdeckt, mit dem ich sonst gar nichts anfangen konnte.
    Tatsächlich liegt das wir nicht komplett Lowcarb essen tatsächlich am Aufwand. Mit Selbsttändigkeit und Familie etc. muss halt manchmal immer noch die Pizza oder der Asiate ran aber was solls?

  4. Ich hatte noch keine Zeit auf den Artikel zu reagieren, ich sehe das ein wenig anders und hä da auch andere Meinungen zu gelesen. Insbesondere was Kartoffeln, Banane und Co. angeht.

    Low-Carb, High-Carb, no-Carb sind für mich sowieso Begriffe, die an als Grundlage zwar benutzen kann aber immer auf seine Bedürfnisse zu Recht rücken muss.

    Ich kann prima 2-3h Ausdauertraining machen und vorher nur einen grünen Smoothie essen/trinken, aber ich kann keine 2h Belastung fahren ohne mir vorher ein Porridge oder ähnliches gemacht zu haben. Hier muss man einfach eigene Erfahrungen machen.

    Verglichen zum Beispiel mit der Thrive Ernährung stehen sich zwei sehr renommierte Autoren gegenüber, die sich arg in ihrer Ernährungsmethode unterscheiden. Gemeinsamkeiten bleiben die ausgesprochene Fokussierung auf frische Zutaten, die nicht verarbeitet sind. Ich glaube damit ist man immer auf dem richtigen Weg.

    Trotz Familie, Beruf und viel Training gibt es bei uns eigentlich kein Fast-Food oder bestelltes Essen mehr. Meine Frau greift darauf nur zurück, wenn ich nicht da bin :D (Ausnahme waren meine Elendswochen mit Heißhunger, da gab dann auch mal eine Pizza (die erste 2016) vom Lieferservice.

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