26″, 27,5″ und 29″ – was wollen wir fahren?

Spätestens seit dem Bekanntwerden, dass viele Hersteller im Mountainbike Bereich für die nächste Saison auf 26″ Fahrräder verzichten, ist in der Szene eine Diskussion darüber entbrannt. Während Marathon Fahrer auf 29″ Fahrräder aufgrund des besseren Überrollverhaltens und der Fahrstabilität auf die großen Reifen schwören, ärgern sich zahlreiche andere Fahrer über das vermeintliche Ende der 26″ Zoll Räder und sehen die Alternative 27,5″ als Marketingstrategie der Hersteller.

Anatol Sostmann (Trek) erklärte in einem Interview mit MTB-News.de die Vorzüge von 27,5″ und 29″ und stellt auch klar, dass selbst kleinere Fahrer nicht die großen Reifen zu fürchten haben. Trek habe sehr mit den verschiedenen Laufradgrößen experimentiert und sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass im Gravity Bereich 27,5″ der bessere Kompromiss aus Abrollverhalten, Grip und Mehrgewicht sei und begründet damit das (vorläufige) Ende der meisten 26″ Modelle aus dem Haus Trek.

Anatol Sostmann, Trek: Wir sind generell der Überzeugung, dass große Laufräder besser sind. Jeder der das erste mal einen Trail mit 29″ gefahren ist denn er vorher nur mit 26″ kannte wird Vorteile in Überrollverhalten, Traktion und Geschwindigkeit bemerken. Wir wissen aber auch um die Nachteile die ein großes Laufrad bringen kann. Hier glauben wir mit 15 Jahren im Laufradbau leichte und stabile Lösungen anbieten zu können und beim Fahrverhalten hilft uns eine lange Historie an 29er Bikes nicht zuletzt mit Gary Fisher. (Das ganze Interview lesen)

Ich finde es erstaunlich wie schwer die 29″ Räder sich ihren Platz im Mountainbike Bereich über mehrere Jahre erkämpfen mussten und wir urplötzlich und schnell sie dann auf einmal akzeptiert und mit Begeisterung verwendet wurden. Quasi über Nacht lösten die großen Räder im Marathon Bereich 26″ ab. Selbst bei Breitensportveranstaltungen dominieren mittlerweile die großen Räder.

Im Bekanntenkreis wurde über die Einführung der 29″ Bikes anfangs auch kontrovers diskutiert, viele sind mittlerweile umgestiegen. Den wahrhaftigen Unterschied der Laufradgrößen kann man sich in der Theorie auch kaum vorstellen, man muss es selbst ausprobieren. Erst durch meinen ausgiebigen Test mit dem Cannondale Flash 29er war ich von der Laufruhe, Stabilität und dem Abrollverhalten überzeugt.

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2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe eine Weile gebraucht um mich an das Bike mit den riesigen Rädern zu gewöhnen. Gerade das Teil in Schwung zu bringen. Bei Sprints dachte ich teilweise, dass ich nicht vom Fleck komme … aber das ist dann schnell verflogen! und jetzt hat man nur noch das Gefühl, dass man fliegt!!! HAMMER!!! *_*

  2. So habe ich mir das auch immer vorgestellt bis ich das Cannondale testen durfte. Jetzt heißt es munter warten bis es da ist und bis dann der liebe E. den Karton mit neuen Teilen dran geschraubt hat :D

    Ich bin schon sooooooo gespannt und ich hoffe, dass ich das Rad zumindest noch in 1-2 Rennen fahren kann.

  3. Ein Etappenrennen und die MTB Challenge zu Ende, also Galaan Trail, Sebamed und Büchel Marathon. Vielleicht Langenberg. Und du? Kommst du zu den Rennen in die Pfalz? Sebamed ist toll, ein bisschen wie Rhens nur nicht mit so einer schönen Altstadt an Start/Ziel. Galaan Trail wird nicht anders sein, ist alles um Boppard und Boppard ist glaube ich 15km vor Rhens :D

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