Mountainbiken auf Hvar – Sv. Nikola

Geplant war eine 30km lange Tour hinauf auf den höchsten Berg der Insel, einer Umrundung auf schönen Trails und eine tolle Abfahrt hinunter nach Sveta Nedjela und dann an der Küste entlang zurück nach Dubovica, wo ein Schwimmchen auf mich warten sollte. Nach der Auffahrt wurde aber alles anders.

Der 5km lange Aufstieg war recht schön zu fahren, wenn auch mehrere steile Rampen sich in den Weg stellten und bei über 30 Grad kaum an entspanntes Fahren zu denken war. Als mich dann noch eine Biene oder Wespe am Kopf gestochen hat, fühlte ich mich hundeelend. In der Ferne war aber bereits das Kreeuz von Sv. Nikola auf 629m zu sehen und so beschloss ich weiter zu fahren. Mit Erfolg. Nach 1:10h war ich dann am Gipfelkreuz, die letzten Höhenmeter musste ich mein Rad schultern.

Tjo und hätte mich keine Biene/Wespe gestochen, vielleicht wäre mein Verstand dann schärfer gewesen und hätte kombiniert. Ich vertraute aber meinem Garmin mehr als meinem Verstand und sagte mir, dass ich nur wenige Meter mein Rad hinab schultern müsse und der Weg dann fahrbar wird. Fahrbar wäre er bestimmt mit mehr Federweg gewesen irgendwann. Aber mit meinem Marathon Hardtail war hier nichts zu machen. Und so trug ich mein Rad über eine Stunde den Berg entlang, hinunter, über Felskanten, zwischen Felsbrocken hindurch und auf Steinmauern.

Die letzten Serpentinen musste ich dann mein Rad weiter schieben, obwohl man den Flow des Trails jetzt förmlich riechen konnte. Meine Hinterradbremse baute keinen Druck auf und dadurch war ich gezwungen den bisher schönsten Trail zu schieben. Im weiteren Verlauf kam ich dann mit der Vorderradbremse alleine zu Recht, wenn auch das anbremsen einiger Kurven sehr schräg war. Außen anbremsen und so weit wie möglich außen bleiben, Bremse blockiert, loslassen, bremsen, blockieren, los lassen und wieder weiter rollen. Entlang der Küstenstraße viel es schwer den Ausblick zu genießen, die Enttäuschung über die falsche Wegwahl war groß.

Doch das Bad in der Bucht von Dubovica und eine leckere vegane Pizza in Hvar befriedeten meine Gemütslage. Die Hinterradbremse tut es im Übrigen wieder, was genau passiert war, kann ich aber nicht sagen.

Bucht von Dubovica

Bucht von Dubovica

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2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das tut mir leid zu lesen. Hoffe es geht Deinem Kopf wieder gut :-)

    Und wenn Ihr wieder im Land seid, meld Dich doch bitte mal per Mail, ich hätte da eine Frage / ein unmoralisches Angebot ;-)

    LG
    Stefan

  2. Ja, dem Kopf ging es Abends schon wieder gut. Das Training läuft hier – trotz der hohen Temperaturen – erstaunlich gut. Die nächsten drei Tage geben Aufschluss über meine abschließende Planung für dfie zweite Saisonhälfte.

    Wir kommen Sonntag zurück. Melde mich dann am Montag. Bereits am Mittwoch oder Freitag würde ich ggf. in deiner Nähe zum radfahren sein.

    Grüße von der Insel.

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