How to: MTB – Fahrtspiel

Gestern haben Stefan und ich festgestellt, dass man selbst beim Austausch über das Training des jeweils anderen neue Dinge hinzulernt und sich dadurch prima Themen für den Blog entwickeln. Meine gestrige Fahrtspiel Einheit auf dem Rennrad sorgte für Irritationen, was mit der Methode Fahrtspiel überhaupt gemeint ist. Und damit war das Thema für den heutigen Beitrag unserer Reihe (MTB)-Training für Dummies gefunden.

Die Trainingsmethode kommt eigentlich aus dem schwedischen Laufsport, die korrekte Übersetzung des schwedischen Begriffs “Fartlek” wäre Spiel mit der Geschwindigkeit und nicht Fahrtspiel. Durch die richtige Übersetzung wird das Thema der Trainingseinheit direkt benannt: Geschwindigkeit.

Dabei ist die Einheit im Gegensatz zum Intervall Training weniger strukturiert, weil keine Minutenvorgaben je Intensität und Pause vorgegeben sind. Es gibt Rahmenvorgaben wie etwa die Länge der Trainingseinheit von 2,5 Stunden und wie lange in dieser bestimmte Bereiche angesprochen werden sollen. Zum Beispiel 45′ Ga2 und 15′ EB, der Rest wird dann im Grundlagenbereich trainiert. Alternativ kann man die Einheit auch in Prozentangaben unterteilen, 20% Ga2, 10% EB, Rest Grundlagenbereich.

Im Laufsport wird das ganze noch freier gestaltet, viele Läufer verzichten beim Fahrtspiel ganz auf ein Puls gesteuertes Training und hören nur auf ihren Körper. Besonders gut eignet sich dieses Training auf leicht profilierter Strecke oder mit dem Mountainbike im Gelände. +

Ziel der Trainingseinheit ist die Verbesserung der aeroben Kapazität. Die Kraftausdauer kann ebenfalls gestärkt werden. Durch die ständigen Belastungswechsel bereitet man den Körper auch auf mögliche Tempoverschärfungen im Wettkampf vor.

Ich persönlich mag diese Trainingsmethode sehr gerne. Anders als beim Intervall-Training fühle ich mich hinterher weniger erschöpft, obwohl die Trainingsintensität nicht unbedingt niedriger sein muss. Das Fahrtspiel ermöglicht auch das gemeinsame Touren fahren, anders als zum Beispiel das reine Grundlagentraining.

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2006 bin ich zum Radsport gekommen und seitdem von dieser Sportart fasziniert . Anfangs als Mountainbike Tourenfahrer unterwegs, kam ich schnell zum ersten Mountainbike Rennen, zum Leichtbauwahnsinn und erhöhtem Trainingsaufwand. Wegen der Befindlichkeit, nicht wegen der Ergebnisse. Seit 2012 bin ich auch auf dem Rennrad unterwegs. Und es macht Spaß.

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